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Schulverband Osdorf/Noer/Felm : Schulverband: Kreis kürzt Zuschüsse für Beförderung

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Schulverband übernimmt Kosten für Beförderung/ Durch Einbruch sind Kosten von 3000 Euro entstanden / Schulhofsanierung soll zurückgestellt werden

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2017 | 07:34 Uhr

Osdorf | „Laut Angaben des Kreises liegt Stubbendorf 1,9 Kilometer von der Grundschule in Osdorf entfernt“, sagte der Schulverbandsvorsteher des Schulverbandes Osdorf/Felm/Noer Jens Hansen und sorgte damit für großes Unverständnis. Denn damit würde auch der Zuschuss für die Beförderung der acht Kinder aus diesem Ort rückwirkend zurückverlangt werden. Außerdem wird es in Zukunft auch keine Zuschüsse mehr geben. Für den Schulverband entstehen damit Kosten in Höhe von 3600 Euro.

„Wenn man den normalen Weg entlang geht sind das mindestens vier Kilometer“, betonte eine Besucherin. Bei seinen Berechnungen habe der Kreis diesen Weg jedoch nicht als Grundlage genutzt. Im Gegenteil, der Kreis würde die Kinder durch unbefestigte und nicht ausgeleuchtete Wege schicken. Dennoch wird der Schulverband die Kosten für diese Kinder auch in Zukunft übernehmen. „Wir wollen keine Ungerechtigkeit in den Klassen schaffen“, erklärte der Bürgermeister von Osdorf, Joachim, Iwers, diese Maßnahme. Auch Sabine Mues, Bürgermeisterin in Noer/Lindhöft plädierte dafür, die auch zukünftig entstehenden Kosten zu übernehmen. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Auch in Zukunft zahlen die Eltern 84 Euro im Jahr für die Beförderung ihrer Kinder. Die entstehenden Kosten wird der Schulverband übernehmen. „Wir hoffen dennoch darauf, dass der Kreis in diesem Punkt die Satzung ändern wird“, sagte Mues.

Schulleiterin Ute Koschinski berichtete dem Ausschuss von einem Einbruch, der am 27. Februar in der Grundschule stattgefunden habe. „Dabei wurden etwa 500 Euro aus einem Safe gestohlen, die für Ausflüge eingesammelt wurden“, sagte sie. Die Folgekosten, die aus dem Einbruch entstehen, belaufen sich jedoch auf knappe 3000 Euro für Reparaturen.

Auch wurde die Investitionsplanung für das Jahr 2017 umgestellt. Die Neugestaltung des Schulhofes, sowie die Kanalsanierung waren eigentlich für dieses Jahr vorgesehen. Allerdings habe die Sanierung zweier Mietwohnungen Vorrang. Diese soll in Zukunft die 50 Kinder der Betreuten Grundschule beherbergen. Für diese Maßnahmen sind 43  700 Euro notwendig. Dies liegt vor allem daran, dass die Elektrik des Gebäudes nicht dem heutigen Standard entspricht. „Wir haben hier nicht einmal eine richtige Fehlerstromschaltung“, erklärte Hansen. Hinzu kämen Fliesen- und Malerarbeiten. Außerdem sollen einige Wände entfernt werden. „Unser Haushalt muss dennoch nicht erhöht werden“, betonte Hansen. Man werde die Sanierung des Schulhofes im Gegenzug zurückstellen und die freiwerdenden Mittel dafür nutzen. Die Sanierung soll 2018 nachgeholt werden.

Auch die Umwidmung der finanziellen Mittel wurde einstimmig beschlossen.


Neue Beleuchtung


Zudem wurde die Beleuchtung der Sporthalle besprochen. Problematisch ist dabei, dass die aktuelle Beleuchtung nur 190 Lux leistet, für Schulsport müssen jedoch mindestens 300 Lux erreicht werden. Die Halle ist also zu dunkel für die geltenden Standards. Es gibt die Möglichkeit, seitens des Landes eine Förderung für die neue Beleuchtung zu bekommen. „Diese greift jedoch nur bei einer Investitionsmenge von 16  667 Euro“, erklärte Hansen. Für die Halle in Osdorf werden etwa 10  000 Euro gerechnet. Es gebe die Möglichkeit zwei Hallensanierungen als eine Maßnahme zu behandeln. Man wolle nun mit Schinkel sprechen, die ihre Halle ebenfalls sanieren wollen. Zusammen würde man auf die förderungsfähige Summe kommen. Über die Gespräche mit Schinkel wird auf der nächsten Sitzung informiert.

Außerdem muss die EDV-Ausstattung in Felm erneuert werden. Die Computer in der Grundschule sind veraltet. Man hat sich schon über neue Modelle und Möglichkeiten informiert. Man wünsche sich ganz bestimmte Laptops. Diese seien stoßfest und verfügen zusätzlich über einen Touchscreen. „Damit würden die Kinder ideal auf die Ausstattungen der weiterführenden Schulen vorbereitet werden. Jedes dieser acht gewünschten Geräte kostet 400 Euro. Hinzu kommt noch die Aufbesserung des W-Lans. Man sei noch in der Preisfindungsphase, betonte Hansen. Um diesen Wunsch zu erfüllen, würde die Anschaffung von Beamern zurückgestellt werden.

Abschließend wurde die Geschäftsordnung des Verbandes beschlossen. Bisher hatte es keine gegeben und dies musste nun nachgeholt werden. Die neue Satzung wurde einstimmig angenommen.

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