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Eckernförder Zeitung

22. Oktober 2017 | 18:30 Uhr

Schulterschluss und radikales Umdenken

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 14.Nov.2015 | 06:26 Uhr

Klare Ansagen waren Trumpf bei der vom CDU-Ortsverband organisierten Flüchtlingsdiskussion im überfüllten kleinen Saal des Stadthallenrestaurants. Die wohl wichtigste Botschaft: Engagierte Bürger und tüchtige Verwaltungen wie im Eckernförder Rathaus und in der Rendsburger Kreisverwaltung schultern gemeinsam die wohl größte gesellschaftliche Herausforderung der vergangenen Jahrzehnte: Bedrohte und verfolgte Menschen aus aller Welt finden Obdach und Schutz , werden mit offenen Armen aufgenommen und in die Gesellschaft integriert. Botschaft Nummer zwei: Die Zuwanderung muss begrenzt, Asylverfahren müssen drastisch beschleunigt und Abschiebungen konsequent vollzogen werden. Nur dann sind die Herausforderungen auch in den nächsten Jahren zu meistern und die anerkannten Asylbewerber, die größtenteils hier bleiben wollen und auch gebraucht werden, in Ausbildung und Arbeit zu bringen.Davon sind Landrat Rolf-Oliver Schwemer, Bürgermeister Jörg Sibbel und die UTS-Integrationsexpertin Sabine Bleyer überzeugt. Aber auch das gehört zur Wahrheit: Die Aufnahme und Integration kostet sehr viel Geld. Landrat Schwemer ist sich sicher: Ohne Steuererhöhungen und neue Verschuldung geht das nicht. Auch wenn das meiste Geld im Lande bei den Vermietern und in den Geschäften bleibt, wie Bleyer zu Recht sagt, muss es doch zuvor erwirtschaftet werden. Das Geld wird fließen, der Bund kennt sich schließlich bestens darin aus, den gläsernen Bürgern in die Taschen zu langen. Aber der zahlt nur dann gerne, wenn er weiß wofür. Und das ist leider nur selten der Fall.

Diese Operation steht den Steuerzahler also noch bevor. Hoffentlich geht es wenigstens dabei einigermaßen gerecht zu.

Absolut beeindruckend, was der Naturschützer und Landschaftsplaner in Diensten der Stadt, Michael Packschies, vor 30 Jahren im Verbund mit Politik und Verwaltung in Eckernförde bewirkt hat: Die gesamte Stadtplanung wurde vom Kopf auf die Füße gestellt, der ökologisch wertvolle Norden zur weitgehend bebauungsfreien Zone erklärt und dafür die eintönigen Ackerflächen im Süden für die Besiedlung teilweise eingemeindet und bebaut – siehe Domsland und Schiefkoppel. Radikal, aber notwendig und bis heute nachhaltig erfolgreich. Beispielgebend.

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