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Schulsozialarbeit in Eckernförde: „Das ist gut angelegtes Geld“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die vier Schulsozialarbeiter an den Eckernförder Schulen und die beiden befristet bis Dezember eingestellten Sozialarbeiter für die Schuleingangsphase haben im Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung und Sport ihren Tätigkeitsbericht mit dem Schwerpunktthema „Beratung“ vorgestellt. Die Beratung umfasst weitgehend alle Lebensbereiche von Schülern, Lehrern und Eltern wie Konflikte in der Schule, Schulverweigerung, Erziehungsschwierigkeiten, Sucht oder Mobbing. Die Schulsozialarbeiter haben ihren Einsatz an den städtischen Schulen in Eckernförde in Diagrammen dokumentiert und in Berichtsform vorgelegt. Das Aufgabenspektrum ist vielseitig und reicht vom Kurzkontakt in der Pause bis zur Anzeige von Kindeswohlgefährdung beim Jugendamt. Ein Schulsozialarbeiter nannte eine Zahl – in seinem Verantwortungsbereich gebe es 10 bis 15 Fälle pro Schuljahr. Fazit: Die Schule ist der richtige Ort, um niederschwellige Beratungsangebote für Schüler, Lehrer und Eltern anzubieten. Der Beratungsbedarf sei vorhanden, die Sozialpädagogen seien als Beratungsinstanz akzeptiert.

Seit Mai kümmern sich zwei Sozialarbeiter speziell um die sozialpädagogische Begleitung der Kinder, Lehrer und Eltern in der Schuleingangsphase sowie um die Umsetzung der Inklusion. Das vom Landeschulamt finanzierte Projekt endet allerdings in nächsten Monat. Themen der Arbeit sind Sozialtrainings, Zusammenarbeit mit den Kitas sowie Einzelfallhilfe.

Die Ausschussmitglieder nahmen den Bericht zustimmend zur Kenntnis. Die Stadt Eckernförde hatte 2009 die Schulsozialarbeit als dringlich erkannt und als freiwillige Leistung auf eigene Kosten in Höhe von 150 000 Euro pro Jahr eingeführt. Mittlerweile fördert das Land die Schulsozialarbeit mit 110 000 Euro im Jahr 2013 und rund 60 000 Euro im kommenden Jahr. Der Stadtanteil wird sich 2015 auf rund 120000 Euro belaufen, sagte Bürgermeister Jörg Sibbel. „Das ist gut angelegtes Geld, weil an den Schulen hervorragende Arbeit geleistet wird“, lobte er den Einsatz der vier angestellten Schulsozialarbeiter.

Mit diesem Angebot sei man „gut aufgestellt“, pflichtete Jonas Kramer (SPD) bei. Auch der Aspekt Migrationshintergrund werde durch die engagierte Schulsozialarbeit beleuchtet.

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erstellt am 13.Nov.2014 | 11:48 Uhr

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