Zukunftworkshop : Schulerhalt – Kernaufgabe für „Rieseby 2025“

In drei Arbeitsgruppen  beteiligten sich am Wochenende rund 30 Bürger am ersten Zukunftsworkshop Rieseby 2025. Hier diskutiert die Arbeitsgruppe Ortsmitte  unter Leitung von Enrique Ruiz-Hampel (r.). Dorfentwicklungsgruppensprecher Bernd Mordhorst (hinten)  hörte interessiert zu.
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In drei Arbeitsgruppen beteiligten sich am Wochenende rund 30 Bürger am ersten Zukunftsworkshop Rieseby 2025. Hier diskutiert die Arbeitsgruppe Ortsmitte unter Leitung von Enrique Ruiz-Hampel (r.). Dorfentwicklungsgruppensprecher Bernd Mordhorst (hinten) hörte interessiert zu.

30 Bürger diskutierten beim ersten Zukunfsworkshop „Rieseby 2025“ . Kernthemen waren der Erhalt von Schule und Kindertagesstätten, die Entschleunigung der Dorfstraße, die Schaffung eines Gemeinde- oder Familienzentrum sowie eine Aufwertung des Bürgerparks.

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17. Juni 2014, 06:00 Uhr

Rieseby | Im Rieseby des Jahres 2025 dreht sich alles um die Schleischule und die Kindertagesstätten – sie sind Dreh- und Angelpunkt für die künftige Gemeinde. Ohne sie könnten die vielen vorhandenen Einrichtungen, Vereine und Infrastrukturangebote der Schleigemeinde mit derzeit rund 2660 Einwohnern nicht mehr punkten. Dies war die Kernaussage des Zukunftsworkshops Rieseby 2025, zu dem am Wochenende rund 30 Bürger in die Schleischule kamen.

„Es gab mehr Ideen und Vorschläge, als wir uns erhofft hatten“, berichtete Bernd Mordhorst als Sprecher der Arbeitsgruppe Dorfentwicklung. Neben Mordhorst gehören der Gruppe Thomas Puphal, Frank Dreves und Enrique Ruiz-Hampel der Gruppe an. Sie hatten in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Plewa den Workshop organisiert, um gemeinsam mit Bürgern wichtige Themen der Gemeinde anzudiskutieren und Ideen zu sammeln. Dabei stellten die vier Arbeitsgruppenleiter, die je eine Talkrunde leiteten, schnell fest, dass die Themenvielfalt sehr groß sei. Es seien zwar vielleicht nur 30 Bürger, vor allem ab 45 Jahren aufwärts dabei gewesen, die aber hätten sich vorbereitet und intensiv diskutiert, lobte Mordhorst.

So leitete Puphal die Gruppe Wohnen, Dreves die Gruppe Soziale Infrastruktur und Ruiz-Hampel die Gruppe Ortsmitte. Im Plenum wurden Ergebnisse oder Aussagen vorgestellt. Übereinstimmend wurden dabei der Erhalt der Schule und der Kindergärten aufgeführt. Um das zu realisieren, müsse Rieseby attraktives Wohnen eben vor allem auch für junge Familien anbieten. Noch sei der Ort eine Gemeinde mit vielen jungen Menschen, doch, so die Prognosen, die Camilla Grätsch vom Planungsbüro Plewa zur Einführung vorstellte, werde es zu einer Verschiebung kommen. Danach könnte der Anteil der über 65-Jährigen von 18,6 Prozent in 2011 auf 27,5 Prozent 2025 steigen. Die Gesamtbevölkerungszahl könnte um rund 260 auf nur noch rund 240 sinken.

Neben der Schule kristallisierte sich unabhängig in den drei Gruppen der Bedarf nach Räumen heraus, in denen Gruppen und Vereine sich treffen könnten, und zwar ohne dabei in kommerziellen Einrichtungen einzukehren. Die Idee eines Gemeinde- oder Bürgerzentrums, vielleicht in der Alten Post oder in der mit vielen Räumen ausgestatteten Schleischule, machte die Runde, berichtete Mordhorst. Genauso wichtig erschien es den Workshopteilnehmern, dass Vereine und Verbände mehr Chancen bekämen sich zu präsentieren. Ebensolches hatte die Arbeitsgruppe Ortsmitte auch angedacht. Sie schlugen ein „Haus des Handwerks“ vor.

Handlungsbedarf machten die Gruppen hinsichtlich der Dorfstraße im Ortszentrum aus. Sie solle entschleunigt werden und ein barrierefreies Einkaufszentrum in der Dorfmitte ermöglichen. Vorgeschlagen wurden weitere Querungshilfen zu bauen. „Das sind nur Vorschlage und Visionen“, stellte Mordhorst fest. Ob und wie etwas machbar sei, müssten weitere Prüfungen ergeben.

Als klaren Auftrag nahmen die vier Organisatoren die Aufwertung des Bürgerparks wahr. So solle der Park tatsächlich für Bürger, alt und jung, attraktiver werden, und ein lebendiges Zentrum in der Ortsmitte werden. Um mittelfristig die Gestaltung der Ortsmitte nach Gemeindeinteressen zu ermöglichen, kam der Vorschlag, dass die Gemeinde angebotene Grundstücke erwerbe.

Das Planungsbüro wertet die Ergebnisse der Gruppen jetzt aus. Sie sollen im Herbst vorgestellt werden. Für die Dorfentwickler um Mordhorst steht aber schon jetzt fest, dass es Spezial-Workshops zu Kernthemen geben solle, auch über die Betreuungszeit des Planungsbüros, August 2014, hinaus. „Der Workshop soll sensibilisieren und ist ein sehr guter Start“, sagte Mordhorst. Ihnen sei es wichtig, dass Bürger Ideen einbringen, die auch mal neue Wege aufzeigten.

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