Leichtathletik-LM : Schulenburg überrascht über 100 Meter

Im 100m-Sprint  überraschte  Selina Schulenburg (Mitte) mit 12,69 Sekunden.
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Im 100m-Sprint überraschte Selina Schulenburg (Mitte) mit 12,69 Sekunden.

Bei den Leichtathletik-Landesmeisterschaften der U16 und U20 in Lübeck überraschte die Altenholzerin Selina Schulenburg, neben ihrem Sieg im Hochsprung, über die 100 Meter. Trine Lise Settgast holte sich den Sieg im Speerwurf.

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03. Juli 2014, 12:00 Uhr

Die U16- und U20-Landesmeisterschaften der Leichtathleten in Lübeck waren für Hochsprung-Ass Selina Schulenburg vom TSV Altenholz wieder einmal eine klare Angelegenheit. Obwohl sie als 15-Jährige noch zum jüngeren Jahrgang (1998) gehört, sprang sie in der Hansestadt wieder einmal in einer eigenen Liga. Doch zunächst einmal hieß es für sie erneut zu warten, lange zu warten. Als sie bei 1,60 Metern in den Wettkampf einstieg, waren bis auf Joanna Kölling (LG Rendsburg/Büdelsdorf) und Larissa Hutfilz (LG Tönning St. Peter) alle anderen Konkurrentinnen bereits ausgeschieden. Und auch das verbleibende Duo scheiterte in drei Versuchen an dieser Höhe. Selina Schulenburg selbst riss beim ersten Versuch ebenfalls die Latte, doch danach war sie im Wettkampf drin, meisterte die 1,63 im ersten und die 1,66m im zweiten Versuch. Die 1,69m ließ sie aus und packte auch die 1,71 Meter im zweiten Versuch, ehe sie die 1,73m wieder ausließ, danach aber drei Mal an den 1,75m scheiterte. Im Endklassement hatte Schulenburg mit übersprungenen 1,71m die beiden nächstplatzierten mit 1,55m um sage und schreibe 16 Zentimeter distanziert – eine Welt im Hochsprung. „Angesichts der nassen Witterung und der Unterbrechungen bin ich damit zufrieden“, sagt Trainer Karsten Ralfs. Neben dem Hochsprung ging Schulenburg in Lübeck auch noch im 100-Meter-Lauf an den Start. Im vierten Vorlauf – dem einzigen mit Gegenwind – kam sie in 12,69 Sekunden als Dritte ins Ziel. In den anderen drei Läufen wäre sie mit dieser Zeit Zweite geworden, hier wurde sie Dritte. „Das ist für Selina eine absolute Fabelzeit. Ihre Bestzeit lag bei 13,04 Sekunden. Da dachten wir, dass eine 12 vorne doch wesentlich schicker aussieht. Eine 12,8 hätte ich ihr zugetraut, aber 12,69 Sekunden sind phantastisch.“ Es war die sechstbeste Zeit überhaupt. Auf den Endlauf verzichtete Schulenburg aber, da er parallel mit dem Hochsprungwettbewerb stattfand.

Mannschaftskollegin Janika Jans erreichte im Weitsprung das U20-Finale und wurde mit 5,09m im letzten Versuch Achte. „Sie hat im Dezember einen Leistungsschub gemacht, springt seitdem konstant um die fünf Meter und legt jetzt auch Extra-Konditionseinheiten ein. Das zahlt sich aus.“ Wie Schulenburg trat sie auch im 100-Meter-Lauf an. Hier wurde sie in 13,24 Sekunden Dritte im dritten Vorlauf.

Die Altenholzerin Lisa Groth findet nach ihrem Bänderriss langsam wieder zu ihrer Form zurück und erreichte im Weitsprung im ersten Versuch eine Weite von 4,74m. „Dabei hat sie den Sprungbalken optimal getroffen. Da war weniger als ein Zentimeter Platz“, sagt Ralfs. In der W14 war für Cara Kuchel mit 1,41m als Zwölfte mehr drin. Besser lief es für sie dagegen über die 80m-Hürden, wo sie in 13,58 Sekunden unter der 14-Sekunden-Marke blieb. Ralfs: „Bei ihr hat es sich ausgezahlt, dass wir im Training geübt haben, dass sie flacher über die Hindernisse springt. So konnte Cara sich gleich um vier Zehntel verbessern.“

Nina Heinemann machte sich zwar warm, verzichtete aber wegen eines Schmerzes im Knie auf einen Start. Auch Jesco Caliebe musste wegen einer Wadenverletzung passen und wird deshalb auch die U18-Landesmeisterschaften am kommenden Wochenende in Hamburg verpassen.

Die für den TSV Fahrdorf startende Eckernförderin Trine Lise Settgast ging in Lübeck gleich in mehreren Disziplinen an den Start. Am erfolgreichsten war sie dabei im W15-Finale des Speerwurfs (500 Gramm). Hier legte sie all ihre Kraft bereits in den ersten Wurf, um ein Signal zu setzen. Dies gelang. Der Speer landete erst nach 39,19 Metern im Rasen. An dieser Weite bissen sich in der Folge alle Gegnerinnen die Zähne aus. Am nähesten kam ihr Inga Sieck (TSV Glinde) mit 33,17m – immerhin mehr als sechs Meter weniger! Der Titel war Settgast damit sicher.

Im 100m-Lauf erreichte sie das Finale und wurde dort in 13,21 Sekunden Sechste. Auch über die 80m-Hürden erreichte Trine Lise Settgast das Finale, wo sie in 12,82 Sekunden Fünfte wurde. Im Hochsprung überquerte sie die Höhe von 1,50m im ersten Versuch, scheiterte danach allerdings drei Mal an 1,53m. Dies reichte am Ende für Rang sieben.

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