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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2017 | 08:53 Uhr

Kleiderbörse : Schule wird zum Stöberparadies

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

3. Kleiderbörse für Frauen in Riesebyer Schleischule großer Erfolg / 118 Verkäuferinnen sorgen für besseres Ergebnis als 2015 zur letzten Börse.

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2017 | 06:24 Uhr

Rieseby | Der Andrang zur dritten Kleiderbörse für Frauen in Rieseby am Wochenende war riesengroß. Schon bevor die Tür um 18 Uhr aufgeschlossen wurde, standen viele Frauen vor der Schule und warteten darauf, in den Räumen stöbern zu können. 236 Kartons hatten die 16 Organisatorinnen um Meike Tiedje ausgepackt und in verschiedenen Räumen verteilt. Besonders hob Meike Tiedje die Hilfe von Anne Wolter hervor, mit der sie besonders viel zusammenarbeite.

Jeans, Abendkleider, Umstandsmode, Schuhe, Taschen, Schmuck – das Angebot war gewaltig. 118 Verkäuferinnen hatten Ware vorbeigebracht. „Jeder konnte zwei Umzugskartons abgeben“, sagte Meike Tiedje und fügte hinzu, dass Männer keinen Zutritt hatten. Es war ein Abend unter Frauen – „es soll ein netter Abend in schöner Atmosphäre sein“, so Meike Tiedje. Prosecco und kleine Happen zum Essen standen bereit. Ein Raum diente als Umkleidekabine.

Entspannt ohne Männer shoppen – das gefiel Ute Schmidt. Der Riesebyerin gefiel die vielfältige Auswahl. Die Idee, eine Kleiderbörse zu veranstalten, sei „total klasse“, weil Kleider so günstig weiterverkauft und wiederverwertet würden. Sie war zum ersten Mal dabei und würde „unbedingt noch mal“ wiederkommen. Erstmals fand die Kleiderbörse in den Räumen der Schleischule Rieseby statt. Zuvor wurde zwei Mal in den Räumen des evangelischen Kindergartens verkauft. Dort seien sie aber an ihre Kapazitäten gestoßen, berichtete Tiedje.

Die Preise für ihre Sachen konnten die Verkäufer selbst festlegen. Nicht verkaufte Sachen konnten einen Tag später zusammen mit dem Umsatz abgeholt werden. „Die Sachen sollten sauber, modisch aktuell und in einem einwandfreien Zustand sein“, nannte Meike Tiedje Kriterien für Ware, die bei der Kleiderbörse verkauft werden kann.

Maria Dürr verkaufte selbst etwas bei der Kleiderbörse. Dennoch ließ es sich die Schleswigerin nicht nehmen, sich selbst das Angebot anzuschauen, ob vielleicht etwas für sie dabei ist. Die Idee, eine Kleiderbörse für Frauen zu veranstalten, gefiel ihr: „Es muss ja nicht immer neu sein“, meinte sie.

Das Sortiment sei „querbeet“ und nicht auf eine spezielle Altersgruppen festgelegt, betonte Meike Tiedje: „Die Verkäuferinnen sind Anfang 20, aber auch Mitte 70.“ Die Frauen kommen aus der ganzen Region – unter anderem Rieseby, Eckernförde, Gettorf und Schleswig. Eine Besonderheit gab es in diesem Jahr aber doch: Am Wochenende gab es viele Schuhe und Taschen zu kaufen.

Im Schuh- und Taschenangebot hatte auch Katharina Krause etwas für sich gefunden. Sie hatte von Arbeitskollegen von der Kleiderbörse erfahren und war zum ersten Mal dabei – ohne etwas Spezielles zu suchen. „Sonst findet man nichts“, meinte die Rendsburgerin, der die Kleiderbörse gefiel: Sie würde wiederkommen, sagte sie.

Der Eintritt kostete 1 Euro, die Teilnahmegebühr 15 Euro. Der Erlös der Veranstaltung wird an verschiedene Einrichtungen gespendet. So wurden unter anderem der evangelische Kindergarten, die Schule und der Schlei-Kindergarten in Rieseby und das Team vom Riesebyer Kindergottesdienst sowie das Ronald McDonald Haus in Kiel schon bedacht. In diesem Jahr sollen Spenden an die Grundschule in Rieseby, den Waldkindergarten Rieseby und die „Kieler BrustKrebsSprotten“ gehen.

„Es war ein sehr erfolgreicher Abend“, berichtete Meike Tiedje am Tag nach der Veranstaltung. Über 200 Besucherinnen waren zu der Veranstaltung gekommen und über 6000 Euro Umsatz für die Verkäuferinnen kamen zusammen. Der Erlös aus Spenden, Teilnahmebeiträgen und Eintrittsgeldern muss noch ausgerechnet werden, aber: „Dieses Jahr hat das Ergebnis von 2015 bei Weitem übertroffen“, berichtete Meike Tiedje.

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