Konzert : Schule und Kirche – Verbindung mit Potenzial

Mit ihren Soli begeisterten Tjorben Reese, Vivian Morrison, Paul Homrighausen, Janine Schatzmann und Jörgen Roggenkamp (v.l.).
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Mit ihren Soli begeisterten Tjorben Reese, Vivian Morrison, Paul Homrighausen, Janine Schatzmann und Jörgen Roggenkamp (v.l.).

Der St.-Nicolai-Jugendchor und Chor der Jungmannschule präsentieren „Carmina Burana“ von Carl Orff.

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31. März 2014, 06:00 Uhr

Minutenlange stehende Ovationen in der St.-Nicolai-Kirche: Der St.-Nicolai-Jugendchor unter der Leitung von Katja Kanowski und der Chor der Jungmannschule von Lars Meyer hatten am Wochenende „Carmina Burana“ von Carl Orff präsentiert, und damit ihr Publikum begeistert.

Seit September vergangenen Jahres hatten sich die Sänger auf das Konzert vorbereitet – jeder Chor für sich, aber auch immer mal wieder gemeinsam.

Das Stück sei sehr anspruchsvoll, sagte Katja Kanowski. Die Klänge seien ungewohnt und es gebe zum Teil sehr viel Text. „Es ist stimmtechnisch ein langes Werk“, so Kanowski und fügte hinzu: „Die Jugendlichen singen es sehr engagiert.“

„Carmina Burana“ ist ein faszinierendes Stück, meinte Kanowski. Entstanden 1934, habe es aber an Aktualität nichts eingebüßt.

Es ist kein kirchliches, kein geistliches Stück, sagte Kanowski. Trotzdem hat es seinen Platz in der Kirche, weil es im Text um das Leben gehe. Die „Carmina Burana“ prägen drei große Themen des Lebens: Aufblühen des Frühlings, Liebe sowie Tanz, Genuss und Sinnesfreuden. Die Texte sind auf Latein und Mittelhochdeutsch verfasst.

Unterstützt wurden die Sänger von Sören Brandt, Coralie Common, Michael Diener, Jascha Hirsekorn und Nils Rohwer am Schlagzeug sowie Anke Jung und Anneli Bober am Klavier.

Die Soli wurden von Paul Homrighausen, Vivian Morrison, Thjorben Reese, Jörgen Roggenkamp und Janine Schatzmann gesungen.

Paul Homrighausen gehörte zu einigen ehemaligen Jungmannschülern, die es sich nicht nehmen ließen, das Projekt zu unterstützen. Der heute 21-Jährige hat 2012 sein Abitur an der Jungmannschule gemacht und studiert jetzt in Berlin. Die mittelhochdeutschen Texte seien schwieriger gewesen als die lateinischen, sagte er. Vor seinem Auftritt sei er nervös gewesen, berichtete Homrighausen, beim Singen verschwand die Nervosität aber: „Während ich singe, habe ich keine Zeit für Aufregung.“

Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen dem St.-Nicolai-Jugendchor und der Jungmannschule ist geplant, sagte Katja Kanowski. „In der Verbindung Schule und Kirche liegt sehr viel Potenzial.“

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