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Angebotsoffensive : Schule macht neue Angebote

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Schulausschuss für die Schule Mittelschwansen in Waabs hat eine fünfwöchige Ferienbetreuung und längere tägliche Betreuungszeiten für die Grundschule in Waabs beschlossen. Eine Elternbefragung wird ebenfalls gestartet, um weitere Hinweise auf Wünsche und Kritik der Eltern zu bekommen.

90 Schüler zählt die Schule Mittelschwansen in diesem Schuljahr. Schon 2017 soll die Zahl auf 80 sinken, so wurde es im Schulentwicklungsplan prognostiziert. So weit soll es aber nicht kommen, da sind sich die Mitglieder des Schulausschusses der vier Trägergemeinden Damp, Waabs, Holzdorf und Thumby einig. Mit einer Ausweitung der Betreuungszeit und dem Angebot einer fünfwöchigen Ferienbetreuung für die Schüler beschloss der Ausschuss Donnerstagabend Angebote zur Steigerung der Attraktivität der Schule.

Begleitet werden soll die Attraktivitätsoffensive durch eine Fragebogenaktion. Damit will der Ausschuss Auskunft bekommen über weitere Wünsche und die Zufriedenheit mit Angeboten der Schule durch die Eltern. Dieser Fragebogen geht an alle Eltern, die aktuell Schüler in Waabs haben. Angeschrieben werden aber auch alle Eltern im Gebiet der vier Ausschussgemeinden, die Schüler haben, die auf eine andere Grundschule gehen oder deren Kinder erst in etwa drei Jahren zur Schule gehen, und die noch eine Schulwahl vor sich haben. Sie bekommen andere Fragen und wie alle Angeschriebenen die Möglichkeit, weitere Aussagen zur Schulwahl zu machen. „Wir wollen doch wissen, warum es Schultourismus gibt“, brachte Dirk Radeck (Bürger für Holzdorf) die Idee der Befragung auf den Punkt. In enger Zusammenarbeit mit der Amtsverwaltung soll die Fragebogenaktion im Februar starten. Ergebnisse sollen dann bei einer Ausschusssitzung im März noch vor den Osterferien ausgewertet werden, skizzierte Horst Böttcher (SPD, Damp) als Ausschussvorsitzender den Zeitplan.

Beschlossen wurde eine Ferienbetreuung für Schüler der Schule Mittelschwansen zu organisieren und anzubieten. Sie soll fünf Wochen im Jahr abdecken und bietet eine tägliche Betreuung von 8 bis 15 Uhr durch zwei Kräfte in der Schule an. Bei der Berechnung der Kosten wurde mit durchschnittlich 17 Teilnehmern gerechnet, so das eine Woche Betreuung die Eltern 87 Euro je Kind kosten würde. Insgesamt ermittelte Godber Peters von der Amtsverwaltung Gesamtkosten von 7000 Euro. Ein Mittagessen würde optional 12 Euro die Woche je Kind kosten. Diskutiert wurde im Ausschuss, dass Gemeinden nach eigener Entscheidung Eltern ihrer Gemeinde finanziell unterstützen könnten. Mit Blick auf die Gleichberechtigung überwog aber die Ansicht, dass die Solidargemeinschaft des Ausschusses lieber einheitlich die Kosten durch einen höheren Gemeindebeitrag reduziert. Eine Satzung und eine Benutzungsordnung werden vom Amt erarbeitet.

Auf den Weg gebracht hat der Ausschuss ebenfalls einstimmig die Erweiterung der Nachmittagsbetreuung von 15 bis 17 Uhr. Hier hatte Peters nach den vom Ausschuss gemachten Vorgaben Gesamtpersonalkosten von 12 000 Euro ermittelt. Bei einer durchschnittlichen Teilnahme von zehn Kindern würde das Angebot 100 Euro im Monat und je Kind Kosten. Dass es vermutlich mehr teilnehmende Kinder werden, machte die Aussage von Schulleiterin Sabine Weber deutlich. Danach besuchen derzeit 23 Kinder die Nachmittagsbetreuung. Für das kommende Schuljahr hätten sich dafür bereits 31 Kinder angemeldet.

In der Diskussion hinterfragte Radeck die pädagogische Sinnhaftigkeit einer Nachmittagsbetreuung. „Das ist der Elternwille“, stellte Böttcher fest. Und auch Raidum Rodde (CDU, Damp) war es wichtig, dass das Nachmittagsangebot interessant ist, dabei sei beispielsweise das Angebot der Grundschule Barkelsby „beeindruckend“.

Die Schule habe sich schon Gedanken für Inhalte der Betreuung gemacht, berichtete Weber. Vier Eltern hätten sich angeboten, vier Nachmittagsangebote zu machen. „Wir sind ganz begeistert und freuen uns, wenn es jetzt los geht“, kommentierte sie die Entscheidungen des Ausschusses.

Starten soll die bis 17 Uhr verlängerte Betreuungszeit ab dem kommenden Schuljahr. Das Amt wird Gebühren- und Benutzungssatzung erarbeiten.

 

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erstellt am 11.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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