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Eckernförder Zeitung

23. August 2017 | 16:29 Uhr

Schulden um 20 Prozent gedrückt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eckernförde schneidet beim Abbau der öffentlichen Verbindlichkeiten im Vergleich zu anderen Städten erneut gut ab

Die offiziellen Zahlen des Statistikamts Nord bestätigen den Weg der Haushaltskonsolidierung in Eckernförde. Demnach hat die Stadt ihre Schulden zuletzt um 20 Prozent gedrückt. Im Vergleich mit Städten ähnlicher Größe schneidet das Ostseebad ebenfalls gut ab: Nur Bad Oldesloe hat es geschafft, mehr Verbindlichkeiten abzubauen. Andere Städte stehen weitaus schlechter da.

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Eckernförde seine Schulden von 8,47 Millionen Euro zum Ende des Jahres 2011 auf 6,8 Millionen Euro zum Ende des Jahres 2012 gedrückt hat. Das entspricht einem Rückgang von 20 Prozent. Damit hat die Stadt ihr Ergebnis aus dem Jahr zuvor noch einmal verbessert: Von 2010 auf 2011 waren die Schulden bereits um 13 Prozent zurückgegangen. „Das ist ein Ergebnis zur Haushaltskonsolidierung“, sagte Bürgermeister Jörg Sibbel auf Anfrage der Eckernförder Zeitung. In diesem „ausgewogenen Gesamtpaket“ gebe es keine herausragende Maßnahme, die besonders viel Schulden tilge, so Sibbel. Zudem sei der Abbau auch auf erhöhte Einnahmen der Stadt zurückzuführen.

In der Gruppe vergleichbar großer Städte steht Eckernförde gut da: Die Stadt muss sich nur Bad Oldesloe geschlagen geben. Die 24 500-Einwohner-Stadt in Stormarn tilgte 23 Prozent ihrer Schulden und kommt auf Verbindlichkeiten von rund vier Millionen Euro. Husum (22 000 Einwohner) baute elf Prozent ab und kommt dennoch auf einen Schuldenstand von 26,73 Millionen Euro. Nur ein Prozent weniger Schulden als 2011 wies Heide Ende des Jahres 2012 auf: Mit ihren 20 800 Einwohner kommt sie auf 24,32 Millionen Euro. Drei weitere Städte in der Größe Eckernfördes haben ihre Schulden sogar erhöht: Kaltenkirchen um drei Prozent auf über 29 Millionen Euro und Quickborn um 15 Prozent auf sogar mehr als 48 Millionen Euro. Und während Schleswig im Zeitraum zuvor mit einem Minus von 16 Prozent noch zu den größten Schuldentilgern gehörte, legte die 24 000-Einwohner-Stadt von 2011 auf 2012 um 19 Prozent auf rund 13 Millionen Euro zu. Der Blick auf den Nachbarn im Kreis bestätigt ebenfalls die gute Position Eckernfördes: Rendsburgs Schuldenberg wuchs um 14 Prozent auf 36,35 Millionen Euro.

Während die Statistiker von einem Schuldenstand Eckernfördes in Höhe von 6,8 Millionen Euro sprechen, geht die Stadt von rund zehn Millionen Euro aus. „Der Unterschied kommt durch eine systembedingte Abweichung zustande“, erklärte Bürgermeister Jörg Sibbel. Denn im städtischen Haushalt würden die Kreditermächtigungen abgebildet, nicht die tatsächlich aufgenommenen Kredite. Wenn die Verwaltung zum Beispiel zur Aufnahme von Krediten für ein Bauvorhaben von der Ratsversammlung ermächtigt wird, der Bau jedoch über das Haushaltsjahr hinausreiche, werden auch die Kredite nicht komplett abgerufen. Insofern sei die vom Statistikamt Nord erfasste Aufnahme entscheidend.

Wie sich die Verschuldung entwickle, hänge von den zukünftigen Aufgaben ab: „Wir wollen Eckernförde weiter in eine wirtschaftliche und soziale Zukunft führen. Der Abbau ist wichtig, wir müssen die Stadt aber auch fit halten“, so der Bürgermeister.

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erstellt am 24.Aug.2013 | 00:35 Uhr

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