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Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 14:07 Uhr

Schul-Millionen und energische Nachfrage

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 14.Nov.2014 | 11:04 Uhr

Die Stadt Eckernförde meint es gut mit ihren Schulen. Erst hat man das Schulzentrum mit Gymnasium und Gemeinschaftsschule herausgeputzt und mehrfach für viele Millionen komplett saniert, dann wurde und wird die Gudewerdtschule auf Vordermann gebracht und erstmals steht auch die lange vernachlässigte Fritz-Reuter-Schule auf dem Sanierungsplan: Eine neue Mensa für die künftige Grundschule wurde gebaut, Fassaden und Fenster werden gemacht.

Knapp acht Millionen Euro fließen bis 2016 in die Schulsubstanz. Ein großes Brocken – 2,8 Millionen – auch wieder ins Schulzentrum Süd und damit in ein Bauwerk, dass offenbar sehr teuer in der Unterhaltung ist. Die Gorch-Fock-Schule ist übrigens in der Aufstellung nicht mehr enthalten. Entweder steht es dort alles zum Besten, oder deren Räume sind schon den beiden großen Nachbarn Jungmannschule und Peter-Ustinov-Schule zugeschlagen worden. Die beanspruchen ja bekanntlich mehr Raum und sollen nach dem Klemmschen Schulentwicklungsplan in dreieinhalb Jahren die von der Grundschule geräumten Kapazitäten übernehmen – wenn sich an den seinerzeit ermittelten Voraussetzungen und Prognosen nichts mehr verändert. Und das bleibt abzuwarten und zu prüfen.

Wie hieß es doch immer so schön in der Debatte: „Nichts ist in Stein gemeißelt!“

Das Projekt Alte Fischräucherei finden sie zwar auch toll, den großen ehrenamtlichen Einsatz für die Präsentation eines historisch Wirtschaftszweiges, und dennoch wollen sich die Grünen (noch?) nicht in die Schar der Schulterklopfer einreihen. Die kritischen Nachfragen von Joschka Knuth im Kulturausschuss waren durchaus hartnäckig, die Ausführungen des grünen Fraktionschefs Edgar Meyn so schneidig wie sein Auftreten als Umweltausschussvorsitzender. Der Mann hat ein klares Ziel und eine klare Botschaft: Haushaltskonsolidierung und eine transparente, gerechte Verteilung der Mittel. Wunderbar. Nur verheben sollte er sich in diesem Fall nicht, sondern lieber der Sache im Gespräch auf den Grund gehen und Aufklärung verlangen. Das Fischräucherei-Projekt wird ehrenamtlich vorangetrieben und sehr anständig von der Stadt und der EU unterstützt, nicht ohne Grund. Wenn Meyn andere Projekte kennt, die dabei zu kurz kommen, sollte er die auch klar benennen.

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