Marode Straßen : Schüttelpisten im Visier

Im Lütthörn müssen die Autofahrer auf Schlaglöcher achten.
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Im Lütthörn müssen die Autofahrer auf Schlaglöcher achten.

Lütthörn, Bornbrook, Feldweg und Lorenz-von-Stein-Ring: Das Bauamt will diese Straßen gern sanieren, aber nicht alle in diesem Jahr.

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11. Januar 2018, 06:17 Uhr

Eckernförde | Wer von der Straße Auf der Höhe in den Lütthörn einbiegt, braucht keinen Massagesessel mehr. Die holperige Straße schüttelt den Autofahrer 70 Meter lang durch, gleichzeitig wird seine Konzentration geschult, denn er muss aufpassen, um nicht direkt mit den Reifen durch die tiefen Schlaglöcher zu fahren. Schon seit längerem schütteln die Anwohner über den Zustand der Straße mit den Köpfen, doch damit soll vielleicht noch in diesem Jahr Schluss sein.

Im vergangenen Jahr hatte Axel Sperber vom Eckernförder Tiefbauamt im Nachtragshaushalt Mittel bewilligt bekommen, um die Eckernförder Straßen einem prüfenden Blick zu unterziehen. Mitarbeiter waren unterwegs, um die Straßenschäden zu untersuchen und zu dokumentieren. Dabei wurde unter anderem die Belastung des Asphalts und des Unterbaus geprüft. Jetzt möchte er Haushaltsmittel für die Sanierung der Straße anmelden. Vorausgesetzt, die Ratsversammlung stimmt dem zu, könnten die Mittel in der zweiten Jahreshälfte mit dem Nachtragshaushalt der Stadt bewilligt werden. Und dann könnte auch der Straßenabschnitt von Grund auf saniert werden. „Im Lütthörn müsste der Straßenabschnitt inklusive dem 60 Zentimeter tiefen Unterbau neu gemacht werden“, sagt Axel Sperber auf EZ-Anfrage. „Eine Sanierung bringt dort nichts mehr.“

Ebenfalls im Blick hat der Tiefbauchef den Bornbrook und hofft, auch hier noch in diesem Jahr tätig werden zu können. Der Feldweg dagegen könne frühestens im kommenden Jahr saniert werden. Und auch die Anwohner des Lorenz-von-Stein-Ringes müssen sich noch gedulden. Dort soll erst das Ende der Bauarbeiten am ehemaligen Campus abgewartet werden, wo das Genossenschaftliche Wohnungsunternehmen (GWU) über 100 Wohnungen baut. „Es wäre sinnlos, jetzt die Straße zu erneuern, solange dort große Baumaschinen fahren.“

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