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Jungmannschüler : Schülerfirma Rauteck hat noch viel zu tun

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Europameister durften sich bei einem Rathausempfang ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Sie haben noch Chancen auf einen Sieg bei einem weiteren Wettbewerb und werden mit einer richtigen Firma weitermachen.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2015 | 06:42 Uhr

Eckernförde | Dass es weitergeht, steht fest. Die Frage ist nur, in welcher Form. Mit dem Sieg bei der Junior-Europameisterschaft des Instituts der Deutschen Wirtschaft hat das Schülerunternehmen Rauteck alles erreicht, was es sich erträumen konnte. Jetzt überlegen 14 der insgesamt 24 Schüler des WiPo-Profils, welche Gesellschaftsform sie wählen, um auch in der realen Wirtschaft erfolgreich zu sein.

Rauteck steht für „Recycelte Autoteile Eckernförde“. Die Schüler haben im Rahmen eines Wirtschaftswettbewerbs aus den Gurtzungen alter Auto-Sicherheitsgurte Flaschenöffner hergestellt und so überzeugend vertrieben und beworben, sich so professionell dargestellt, dass sie sich nach dem Sieg auf Landes- und Bundesebene auch die Europameisterschaft sicherten (wir berichteten). Taschen und Schlüsselanhänger komplettierten das Angebot. Am Ende konnte Rauteck eine Rendite in Höhe von 550 Prozent auszahlen. Gestern gab es bei einem Rathausempfang noch einmal ein Lob von Bürgervorsteherin Karin Himstedt und Bürgermeister Jörg Sibbel. Im Anschluss trugen sich die Schüler in das Goldene Buch der Stadt ein.

Noch einmal zeichnete Jörg Sibbel die Arbeit nach, die die Schüler hinter sich haben. Er hat das Engagement persönlich verfolgen können, ist sein Sohn Bendix doch Teil des Rauteck-Teams. Er hob die „Nachhaltigkeitseffekte und sozialen Gesichtspunkte“ des Unternehmens hervor, das eine Kooperation mit der Kompass98-Werkstatt einging, und bedankte sich bei den Schülern: „Damit haben Sie Werbung für die Stadt gemacht.“ Auch bei dem Schulpaten Axel Bürger und den Kooperationspartnern bedankte er sich.

Karin Himstedt schloss sich an und lobt die Teamleistung. „Wer das schafft, schafft das Abitur locker“, meinte sie. Das wird die nächste große Herausforderung für die Schüler.

Doch trotz ihrer laut Statuten des Junior-Wettbewerbs erforderlichen Auflösung in der vergangenen Woche, ist die Schülerfirma noch nicht auf Eis gelegt: Im Oktober ist Rauteck zur Verleihung des Gründerpreises im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin eingeladen, wo die Schüler als Gäste noch einmal ihre Präsentation vorführen. Einen Monat später geht es erneut nach Berlin zum Bundesschülerfirmencontest, wo sie unter den zehn besten Unternehmen stehen.

Neben den Erfahrungen, die die Schüler fürs Leben gesammelt haben, fällt auch ein bisschen Glanz auf die Jungmannschule ab. Schulleiterin Jutta Johannsen wertete den Europasieg Rautecks als bislang größten Erfolg der Schule im Wettbewerbsbereich. Große Erfolge erzielt die Schule jedoch auch immer wieder beim Europäischen Jugendparlament, bei dem es erneut eine Gruppe in die Finalrunde geschafft hat und zurzeit in Rumänien mit Schülern aus anderen Ländern über aktuelle europäische Themen debattiert. „Vor vier Jahren haben wir den Titel Europaschule bekommen“, sagt Jutta Johannsen. Für sie seien Wettbewerbe wie diese neben der Freude für die Schüler auch eine Bestätigung, dass die Auszeichnung berechtigt ist.

Nach dem Rathausempfang laden Bürgermeister und Bürgervorsteherin für gewöhnlich zu Kaffee und Kuchen ein. Jugendgerecht verzichteten sie gestern darauf. Stattdessen ging es in eine Cocktailbar.

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