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Umfrage : Schüler suchen Schnackpunkt-Strategie

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kaufmännische Assistenten des Berufsbildungszentrums Eckernförde übernehmen Stadtmarketingprojekt „Schnackpunkte“ für die Innenstadt.

von
erstellt am 03.Mär.2015 | 06:02 Uhr

Eckernförde | Berufsschullehrer Per Hansen und der Geschäftsführer der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH (ETMG), Stefan Borgmann, haben ihr siebtes gemeinsames Projekt angeschoben. Der eine braucht gute Projekte, um seine Schüler daran arbeiten zu lassen, der andere tatkräftige Hilfe bei personalaufwändigen Erhebungen im Stadtmarketing – eine Win-win-Situation für beide, von der auch noch die Stadt profitiert. Denn die Berufsschüler arbeiten nicht für den Papierkorb, sondern für die Stadtentwicklung. Denn die Ergebnisse ihres Projekts werden in der interfraktionellen Arbeitsgruppe und den politischen Gremien vorgestellt und diskutiert, sind damit Teil des Meinungsbildungsprozesses in der Stadt und werden nach Lage der Dinge auch umgesetzt. Eine bessere Motivation kann es für die Schüler und ihren Wirtschaft-Politik-Lehrer kaum geben.

Die 24 angehenden Kaufmännischen Assistenten im Fachbereich Fremdsprachen – hier Spanisch – des Berufsbildungszentrums Eckernförde werden in den Räumen des Baltic Sea International Campus in der Kieler Straße Süd unterrichtet. Sie erwerben in zwei mit zahlreichen Praktika gespickten Jahren ihre Fachhochschulreife und ihren Berufsabschluss. WiPo-Lehrer Per Hansen hat ihnen jetzt ein aktuelles Projekt mit hohem Praxisbezug zur Bearbeitung überlassen: die Berufsschüler sollen in den nächsten Wochen durch Umfragen bei Bürgern, Einzelhändlern und Politikern den Bedarf für sogenannte „Schnackpunkte“ in der Fußgängerzone ermitteln, die Ergebnisse auswerten, Kostenkalkulationen für die Herstellung vornehmen, ein Konzept erstellen und dieses öffentlich vorstellen.

Die komplexe Unterrichtseinheit begann gestern mit einer Projektvorstellung in der Klasse. Per Hansen und Stefan Borgmann umrissen das Projekt, das im Zusammenhang mit der Modernisierung der Innenstadt steht. Ein Aspekt sind die „Schnackpunkte“, die als Treffpunkt von Bürgern oder Initiativen, Informationsplattform oder Parteien-Treff dienen können, um nur drei Nutzungsmöglichkeiten zu erwähnen. Borgmann hat eine Standskizze entworfen, die einen sechseckigen Stand mit einer Überdachung zeigt. Der Stand sollte neben der reinen Trefffunktion weitere Optionen vom Mülleimer bis zur technisch ausgereiften Variante mit Handyladeanschluss erfüllen. „Brauchen wir überhaupt solche Schnackpunkte? Wenn ja, wie viele. Und wie sollen die gestaltet sein? Sollen es gar sieben sein, damit jede Ratspartei einen bekommt?“ Mit diesen Leitfragen sollen sich die Schüler in Gruppen beschäftigen. Sie müssen genaue Fragestellungen für die Umfragen entwickeln. Während die Einzelhändler und Kommunalpolitiker gezielt angesprochen werden, soll bei der Straßenbefragung die Meinung von rund 500 Bürgern abgefragt werden, um eine möglichst breite Basis abbilden zu können. Projektbestandteil ist außerdem die Einholung von Angeboten und eine Kostenkalkulation für den Bau und die Aufstellung der Schnackpunkte.

Die Befragungen der drei Zielgruppen ist vom 16. bis 30. März terminiert, die Auswertung soll dann über die Osterferien erfolgen. Den Abschluss bildet dann die zweigeteilte Präsentation der Ergebnisse am 18. Mai schulintern und am 15. Juni öffentlich.

Soweit die Vorgaben. WiPo-Lehrer Per Hansen wies darauf hin, dass das Projekt „ergebnisoffen“ sei und die Schüler die Möglichkeit hätten, eigene Vorschläge zu entwickeln und Empfehlungen abzugeben. Für ihn und die Schüler sei es ein spannendes und interessantes Projekt, weil die Ergebnisse Bestandteil der laufenden politischen Debatte werden sollen. „Das Stadtmarketing und die Stadt sind an den Ergebnissen sehr interessiert“, betonte ETMG-Geschäftsführer Stefan Borgmann.

 

 

 

 

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