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Evakuierung der Holtseer Schule : Schüler, Lehrer und Wehr proben den Ernstfall

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Alarmübung an der Schule in Holtsee / Feuerwehr lobt disziplinierte Schüler und bemängelt Alarmanlage

von
erstellt am 03.Jun.2017 | 07:25 Uhr

Als die Brandmeldeanlage auslöste, musste alles schnell gehen. Über die Fenster und Fluchtwege brachten sich die Schüler gestern rasch in Sicherheit. Ein Feuer war in der Grundschule ausgebrochen und so mussten die Schüler und Lehrer klaren Kopf bewahren, um das Gebäude so schnell wie möglich zu verlassen und sich auf dem vereinbarten Sammelplatz auf dem Schulhof wieder vollzählig zu treffen. „Dass noch vor den Ferien eine Alarmübung mit Evakuierung stattfindet, wussten die Schüler und das Kollegium, den genauen Tag aber nicht“, sagte Schulleiterin Birte Birn. Nur sie war eingeweiht und natürlich die Holtseer Brandschützer, von denen einige mit Atemschutzgerät in die von Rauch gefüllten Schule gingen.

Zum Abschluss der Übung gab es viel Lob vom Sicherheitsbeauftagten Michael Möller und Wehrführer Kai-Uwe Haß für den Ablauf der Übung. „Sehr diszipliniert“, sagte Haß. Allerdings wurden bei der Übung auch zwei gravierende Mängel deutlich. „Heute waren die Dritt- und Viertklässler aus Groß Wittensee bei uns in der Turnhalle“, sagte Birte Birn, aber die bekamen von der Evakuierung nichts mit, weil in der Halle der Alarm nicht zu hören war. „Da muss schnellstens nachgebessert werden“, betonten Wehrführer und Schulleiterin. Auch die elektrischen Jalousienöffneten sich nur sehr langsam , so dass im Ernstfall wichtige Zeit vergehen könnte, bis man durch das Fenster nach draußen gelangt. Außerdem werde auf dem Sammelplatz die Vollzähligkeit von Lehrern und Schülern anhand des Klassenbuches überprüft, das mit nach draußen genommen wird. Doch das Groß Wittenseer Buch wurden bislang nie mit nach Holtsee genommen. „Auch das sollte sich ändern“, so Birn.

Jedes Jahr proben die Lehrer mit den Schülern das richtige Verhalten im Ernstfall, alle zwei Jahre kommt die Feuerwehr hinzu. Dann wird alles realistischer. „Die Kinder sollen keine Angst vor der Ausrüstung bekommen“, erläutert Haß. Es wäre fatal, wenn sich ein Kind aus Angst vor dem Geräuschen der Atemschutzmasken irgendwo verstecken. „Dann können wir uns aufs Löschen konzentrieren und müssen keinen Schüler mehr suchen“, sagte Haß. Birte Birn fordert ihre Schüler auf, ruhig zu bleiben, nicht auf den Lehrer zu warten, sollte er beim Alarm nicht im Klassenraum sein und aufeinander zu achten. „Wir merkten sofort, wer aus unserer noch Klasse fehlt“, sagte die zehn Jahre alte Ida.

 

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