Musikshow : Schüler legen heiße Sohle hin

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Statt Deutsch und Mathe zu büffeln, studierten die Ascheffeler Grundschüler Choreographien ein.

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23. Juni 2014, 06:32 Uhr

Premierenfieber hinter den Kulissen der Sporthalle in Owschlag. Dann ertönt auch schon die Musik und die Schüler müssen raus auf die Bühne – der Walzer ist der erste Tanz. Schlag auf Schlag ging es dann bei der musikalischen Zeitreise weiter. Vom Charleston über Rock’n Roll bis hin zum Hiphop war alles vertreten. Die Zuschauer waren begeistert. Die Turnhalle in Ascheffel wären viel zu klein, um den etwa 250 Eltern, Großeltern und Geschwistern Platz zu bieten. Also zog man kurzerhand in die mit einer Tribüne ausgestatteten Sporthalle nach Owschlag um.

Eine Woche lang haben die 120 Mädchen und Jungen der Grundschule Hüttener Berge trainiert. Am Freitagabend wollten sie dann zeigen, was sie bei den Tanzpädagoginnen Julia Thurm und Mona Stelzner gelernt haben. „JuMoTis“ nennt sich das Team. Die ersten vier Buchstaben stehen für die Vornamen Julia und Mona, die letzten drei für „Tanzen in der Schule“. So lautet auch das Motto des Projektes, an dem alle Klassen der Grundschule beteiligt waren. Ihr Ziel: Das Tanzen in der Schule fördern, das Körpergefühl und den Zusammenhalt in der Gruppe stärken. „Auch Jungs, die anfangs zweifelten, ob sie Spaß am Tanzen haben, machten begeistert mit. Viele, die im Klassenverband eher zurückhaltend seien, würden beim Tanz aus sich herauskommen und eine ganz andere Rolle einnehmen, haben die Tanzlehrerinnen beobachtet.

Klassentänze und Großgruppentänze hatten die Grundschüler einstudiert. „Jedes Kind etwa vier bis fünf Tänze“, sagt Mona Stelzner. „Zu viel?“ Für den zehnjährigen Perry zumindest nicht. Ihm machte vor allem der Auftritt als Pilzkopf mit einem Beatles-Medley Spaß. Seine einzige Sorge: „Das wird aber ganz schön warm unter der Pilzmütze.“

Nach dem Walzer, kamen die nächsten Kinder mit Charly-Chaplin-Nummer. Es folgen ein Charlston und der Gassenhauer der 30er Jahre „Mein kleiner grüner Kaktus“ wwurde witzig dargeboten. Die 50er Jahre, das war der Rock’n Roll, die 60er Jahren dominierten die Beatles und in den 70er Jahren sorgten die Schweden Agnetha, Benny, Björn und Anni für Furore, bevor dann Nena 1982 ihre 99 Luftballon in den Himmel steigen ließ. Zwischendurch gab es immer wieder tosenden Beifall der Zuschauer. Beim großen Showdown zum Abschluss des rund 90-minütigen Spektakels waren dann alle Schüler auf der Bühne und zeigten den Gangnam Style.

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