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Einbürgerung : Schüler gratulieren zur Einbürgerung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Dänen können seit Kurzem zusätzlich die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen. Im Rendsburger Kreishaus fand jetzt eine Einbürgerungsfeier statt.

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2015 | 16:58 Uhr

Rendsburg | In einer Feierstunde im großen Sitzungssaal des Kreishauses in Rendsburg erhielten am Freitag 24 Männer und Frauen aus 14 verschiedenen Nationen die deutsche Staatsbürgerschaft. „Die Einbürgerungsurkunden wollen wir nicht einfach per Post verschicken, sondern sie in einem angemessenen Rahmen übergeben“, sagte die zuständige Fachdienstleiterin Barbara Rennekamp bei der Begrüßung. Denn mit allen Rechten und Pflichten jetzt die deutsche Staatsbürgerschaft zu besitzen, bedeute einen großen Einschnitt im Leben derjenigen, die aus anderen Kulturen, Religionen und Staatssystemen kommen, betonte Rennekamp.

Für die meisten ist es auch der Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit. Nicht allerdings für die Dänin Gitte Hougaard-Werner (44) aus Fleckeby, die seit neun Jahren in Deutschland lebt. Seit dem 1. September können in Dänemark geborene Bürger die deutsche Staatsbürgerschaft erlangen, ohne die dänische aufzugeben. „Das war für mich ausschlaggebend“, erklärte die Lehrerin, die an der südlichsten dänischen Schule Deutschlands, der Vestermølle Danske Skole in Elsdorf-Westermühlen, unterrichtet. Ihre ganze Schulklasse war mit zu der Einbürgerungsfeier gekommen. Die Jungen und Mädchen schwenkten dänische Flaggen, auf die sie zusätzlich die deutsche Flagge geklebt hatten.

„Ich engagiere mich für die Belange der dänischen Minderheit, deshalb ist es gut, beide Staatsangehörigkeiten zu haben“, betonte Hongaard-Werner. Sie freue sich, endlich wählen zu dürfen. In Dänemark dürfen nur die dort wohnenden Dänen wählen. Wählen zu dürfen, ihre Stimme für die Parlamente in Berlin und Kiel abgeben zu können, war auch für die Dänin Dagny Geppert (74) aus Alt Duvenstedt der Grund dafür, einen deutschen Pass zu beantragen. Die pensionierte Lehrerin unterrichtete 35 Jahre lang an der Ejderskolen in Rendsburg.

Nazli Göz aus Eckernförde wurde in der Türkei geboren und lebt seit mittlerweile 16 Jahren in Deutschland. Alle Mitglieder ihrer zwölfköpfigen Familie, die in Stuttgart und Eckernförde wohnen, haben bereits die deutsche Staatsangehörigkeit. „Deshalb wollte ich auch einen deutschen Pass“, erklärte die 41-Jährige.

Zu der Einbürgerungsfeier gehörte auch das Gelöbnis auf das Grundgesetz und das Abspielen und Singen der Nationalhymne. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde werden nach Angaben der Fachgruppe Zuwanderung jährlich etwa 250 Einbürgerungen verzeichnet.

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