Auszeichnung : Schüler erwecken Lego-Roboter zum Leben

In der Computer AG programmieren die Schüler Roboter
In der Computer AG programmieren die Schüler Roboter

Kreative Köpfe in der Computer AG. Auszeichnung für das Gymnasium Altenholz.

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12. Dezember 2017, 06:54 Uhr

Altenholz | Wenn sich am Freitagnachmittag die Flure geleert haben und wieder Stille einkehrt im Schulgebäude des Gymnasiums Altenholz, dann brennt im Computerraum oft noch Licht: Hier tüfteln Sabrina Schönfeldt und Tobias Joost, zwei Studierende an der Universität Kiel, mit 19 jungen Nachwuchsforschern aus den Klassen 5 bis 8 an der Programmierung von Lego- Robotern.

Die Computer-AG ist eines von vielen Angeboten des Gymnasiums zur Förderung naturwissenschaftlicher Talente in ihrer Schülerschaft, für die sie kürzlich mit dem Siegel „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet wurde (wir berichteten). Viele dieser Angebote münden in der Teilnahme an Schüler-Wettbewerben, in diesem Fall ist es der jährlich stattfindende Robotik-Wettbewerb „First Lego League“ (FLL) an der Fachhochschule Kiel.

Der FLL-Wettbewerb besteht aus zwei Elementen: Im Forschungsprojekt entwickeln die Teams innovative Ideen. Die Ergebnisse dieser Forschungs- und Recherchearbeit werden beim Wettbewerb vor einer Expertenjury kreativ präsentiert. Im technischen Teil des Wettbewerbs konstruieren alle Teams einen Lego-Roboter, der auf einem Spielfeld möglichst viele Aufgaben erledigen soll.

Mats (Klasse 7) war bereits zum zweiten Mal dabei: „Die Präsentation des Forschungsprojektes lief in diesem Jahr super, doch leider machte der Roboter nicht immer das, was er sollte.“ Am Ende reichte es dennoch für einen respektablen sechsten Platz von zehn gemeldeten Teams.

Die Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“ war für Lehrer, Eltern und Schüler eine tolle Sache. Insgesamt wurden sechs Schulen aus Schleswig-Holstein von der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ ausgezeichnet. Sie wurden auf Basis eines anspruchsvollen Kriterienkataloges bewertet und durchliefen einen bundesweiten Bewerbungsprozess. Die Ehrung in Kiel stand unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz.

„Um die Jugendlichen gut auf die Herausforderungen unserer technisierten Gesellschaft und Arbeitswelt vorzubereiten und sie zur aktiven Mitgestaltung zu befähigen, müssen Schulen und Bildungspolitik alles dafür tun, bei Jugendlichen frühzeitig das Interesse für Naturwissenschaften und Technik zu wecken“, sagte Bildungsministerin Karin Prien.

Die Initiative „MINT Zukunft schaffen“ will nach eigenen Angaben gemeinsam mit ihren Partnern – darunter befinden sich die Deutsche Mathematiker-Vereinigung und die Telekom-Stiftung – Begeisterung für MINT-Fächer wecken sowie über attraktive Berufsmöglichkeiten und Karrierewege informieren.

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