zur Navigation springen

Ausbildung : Schüler entdecken das Kochen: Hart, aber kreativ

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Vorhaben-Woche der Grund- und Gemeinschaftsschule Standort Nord am Pferdemarkt. Eines von zahlreichen Angeboten bot die Dehoga an und ermöglichte Einblicke in das Berufsbild des Kochs.

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Eckernförde | Butterkartoffeln mit Frikadellen aus Rinderhack und Kohlrabi im Rahm, vorweg eine Tomatensuppe mit Sahnehäubchen und einem Basilikumblättchen und als krönender Abschluss eine Mascarpone mit weißen Schokoladenstreuseln – es klingt wie ein Drei-Gänge-Menü aus einem Sternerestaurant. Dabei handelt es sich aber um ein Mittagesssen, das Schüler der Klasse 8 e im Rahmen der Vorhaben-Woche der Grund- und Gemeinschaftsschule Standort Nord am Pferdemarkt zubereiteten. Und das für insgesamt 23 Personen. Kein leichtes Unterfangen. Unterstützt wurden sie dabei von Günter Jaeger, Ausbildungsbotschafter des Hotel- und Gaststättenverbands Schleswig-Holstein (Dehoga), und Michael Stöcken, Küchenmeister vom Fischerhaus in Schubystrand.

Mit von der Partie waren auch drei Lehrlinge im zweiten Ausbildungsjahr von der Berufsschule Flensburg: Martin Odicha (18), Bennet Gutzeit (20) und Gorm Bock (18). „Die Jugendlichen können ihnen eher auf Augenhöhe begegnen“, so Jaeger. Denn bei dem Kochprojekt handele es sich im Rahmen der Berufsvorbereitung in Klasse 8 um praktische Informationen zum Berufsbild Koch, erläuterten die Klassenlehrerinnen Jördis Schwarz und Jutta Hagedorn.

„Die Schüler sollen lernen, wie man aus einfachen Lebensmitteln, die jeder kennt und die man um die Ecke kaufen kann, ein leckeres Essen machen kann“, so Günter Jaeger. Vorab gelte es natürlich, die Grundbegriffe von Hygiene in der Küche und die Fingerfertigkeit mit den technischen Geräten kennenzulernen, sagte Küchenmeister Michael Stöcken. So musste die Sahne für die Tomatensuppe von Hand geschlagen werden. Für Semjon kein Problem. Der 13-Jährige ist für die Zubereitung der Vorspeise zuständig. Ihm ist das Kochen nicht fremd, hat er doch schon mehrere Male für seine Eltern gekocht. „Und es hat jedes Mal geschmeckt“, berichtete er. Semjon kann sich schon vorstellen, sich ernsthaft für den Beruf Koch zun interessieren. Nachfragen bei den drei Azubis hätten ihm ein reizvolles Brufsbild aufgezeigt: „Hart, aber kreativ“, so der Schüler.

Den Jungen und Mädchen das vielfältige Betätigungsfeld (sei es als Koch in Gaststätten, Hotels oder auf Kreuzfahrtschiffen, als Lebensmittelkontrolleur oder -einkäufer) in einem auf Teamgeist basierenden Beruf zu vermitteln und gleichzeitig um fehlenden Nachwuchs werben – das ist das Ziel der Berufsvorbereitung in der Schule. Dass ein Drei-Gänge-Menü dabei herauskommt, ist ein schmackhafter Nebeneffekt.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert