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JUGENDLICHE MACHEN POLITIK : Schüler befassen sich mit den Problemen der Europäischen Union

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Drei Tage engagieren sich rund 70 Jugendliche im Schülerforum der Europäischen Kommission. Ein Besuch von Bürgermeister Jörg Sibbel und der Europaabgeordneten Ulrike Rodust runden den Besuch ab.

Eckernförde | Hier geht es um Sicherheit und Klimaschutz, Flüchtlingspolitik und Gleichstellung: An der Gudewerdt-Gemeinschaftsschule diskutieren seit gestern rund 70 Jugendliche von sechs Eckernförder Schulen über Themen, die im gesamten Raum der Europäischen Union von Belang sind. Das „Schülerforum der Europäischen Kommission“ macht in diesem Jahr wieder Station in Eckernförde und motiviert junge Menschen dazu, sich mit Politik zu beschäftigen.

Und das geschieht über vorgegebene Themenbereiche und Fragestellungen: „Wie soll die sicherheitspolitische Zusammenarbeit der EU in Zukunft aussehen und welche konkreten Maßnahmen können helfen, terroristische Anschläge zu verhindern?“, lautet zum Beispiel eine Frage, für deren Beantwortung der Ausschuss „Sicherheit und Verteidigung“ knapp zehn Stunden Zeit hat. Ein anderer Ausschuss findet in diesem Zeitraum eine Antwort auf die Frage: „Wie sollte die Europäische Union handeln, um Jugendliche angemessen darüber zu informieren, welches die Vorteile und Gefahren der eigenen Darstellung im Internet sind?“

Insgesamt sechs solche Ausschüsse erarbeiten seit gestern Resolutionen zu sechs Themengebieten. Diese tragen sie morgen von 10 bis 15 Uhr in einer Parlamentarischen Vollversammlung im Ratssaal des Rathauses vor und verteidigen sie gegen die Angriffe der anderen Ausschüsse. Auch Wortmeldungen aus dem Plenum sind zugelassen. Teilnehmen kann an der Vollversammlung jeder, Besucher sind zugelassen. Die Schirmherrschaft haben Europaabgeordnete Ulrike Rodust (SPD) und Bürgermeister Jörg Sibbel.

„Es geht darum, Schüler für Politik zu begeistern“, sagt Projektleiter Jonas Krohn. Der Eckernförder studiert zurzeit Politik und Volkswirtschaftslehre in Göttingen und engagiert sich schon seit zwei Jahren beim Europäischen Jugendparlament, das das Schülerforum ausrichtet. „Hauptsächlich nehmen Zehntklässler teil“. Fast alle hätten sich vorher noch nicht mit Politik beschäftigt. Betreut werden sie von Studenten, unterstützt wird die Aktion von Schulleiter Johann Alsen und seinem Stellvertreter Ruthard Wagner. Um sich besser kennenzulernen haben die Schüler der unterschiedlichen Schulen zunächst ein „Teambuilding“ mit problemlösungsorientierte Spielen durchlaufen, bevor es an die Arbeit ging. Morgen geht es dann ans Eingemachte. Über Zuschauer im Rathaus würden sie sich freuen.

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