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Handlungsorientiertes Lernen an der Fritz-Reuter-Schule : Schüler bauen ihre eigene Phänomenta

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

An der Fritz-Reuter-Schule soll Schülern dauerhaft ein Anstoß zum handlungsorientierten Lernen gegeben werden. Der Unterricht findet in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum statt.

Zehn Meter Schlauch, an jedem Ende ein Trichter – fertig ist das „Schlauchtelefon“. Mit ihm kann man sich über die Entfernung hinweg und sogar „um die Ecke“ unterhalten. Die Schüler der Fritz-Reuter-Schule können das und noch viele andere physikalische Phänomene bald am eigenen Ohr und Leib erfahren, denn in ihrem Werkraum entstehen zurzeit mehrere Versuchsanordnungen, die zum Ausprobieren und Experimentieren einladen.

Den Anstoß dafür gab die Phänomenta in Flensburg. Das Museum beherbergt viele interaktive Stationen, anhand derer sich spielerisch naturwissenschaftliche Phänomene erforschen lassen. Als Wanderausstellung kommt Ende September eine „Mini-Phänomenta“ für zwei Wochen an die Fritz-Reuter-Schule. „Wir wollen aber nicht nur 14 Tage lang, sondern dauerhaft einen Anstoß zum handlungsorientierten Lernen geben“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Sabine Herrmann. Für gewöhnlich können deshalb Schüler, Eltern und Lehrer nach der Ausstellung die Exponate nachbauen, doch die Regionalschule legt jetzt schon vor. Zwei Lehrer haben dafür bereits eine Fortbildung absolviert, und in Volker Schöneshöfer und Bernd Ernstmeyer sind zwei Ehrenamtliche gefunden worden, die die Schüler des Pflichtwahlfachs „Werken“ im Bau der Exponate unterrichten.

Das Besondere dabei: Der Unterricht findet in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum statt, das Fördergelder für die Integration von jugendlichen Flüchtlingen einbringt. So bauen die deutschen und ausländischen Schüler aus der 9. Klasse zusammen an den Experimentanordnungen, an denen sich später die Grundschüler versuchen dürfen.

Dazu gehört unter anderem ein „Klopfophon“, das Töne erzeugt, indem man mit einem Flip-Flop oder einer Sandale auf die offenen Enden von Kunststoffrohren schlägt und so das Thema Schall veranschaulicht. Andere Anordnungen thematisieren die Themenbereiche Balance und Gleichgewicht sowie Magnetismus. „Das Ganze geschieht im Zusammenhang mit unseren Lernwerkstätten“, erklärt Sabine Herrmann. „Die Schüler sollen Lösungen nicht vorgesetzt bekommen, sondern durch eigenes Ausprobieren lernen.“ Die fertigen Exponate werden später dauerhaft im gesamten Schulgebäude ausgestellt. „Wir freuen uns sehr, dass Volker Schöneshöfer und Bernd Ernstmeyer die Schüler ehrenamtlich anleiten“, sagt Tatjana Krüger vom Familienzentrum. „Genauso aber auch, dass uns regionale Unternehmen, wie die Dachdeckerei Hans Haß, das Baumaterial zur Verfügung stellen.“

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