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Berufsbildungszentrum : Schüler auf der Suche nach dem richtigen Beruf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Berufsbildungszentrum hat zum Tag der offenen Tür eingeladen. Auch rund 35 Unternehmen, Institutionen und Verbände warben um Auszubildende. Besonders Schüler der neunten Klassen nahmen das Angebot wahr.

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2013 | 06:14 Uhr

Etwas zaghaft schlägt sie mit dem Hammer zu: Yvonne Schmidt (14) von der Fritz-Reuter-Schule steht im Hof des Berufsbildungszentrums und schmiedet einen Nagel. Eigentlich ist eher der Erzieherberuf etwas für sie, aber an diesem Tag nutzt sie die Gelegenheit, um in andere Berufe hineinzuschnuppern.

Jedes Jahr zeigt das Berufsbildungzentrum (BBZ) bei einem Tag der offenen Tür, was es zu bieten hat. Auch gestern präsentierten sich die Schüler des Vollzeitbereichs in den Räumen an der Fischerkoppel, gaben die einzelnen Fachbereiche Einblicke in ihre Ausbildung und zeigten die Auszubildenden aus dem Dualen Bereich, was sie bislang gelernt haben. Hinzu kamen rund 35 auswärtige Unternehmen, Institutionen und Verbände, die ebenfalls über sich und ihre Ausbildungsmöglichkeiten informierten – oft waren es Auszubildende, die ihre Berufe vorstellten.

Bis auf die Peter-Ustinov- und die Jungmannschule hatten sich alle weiterführenden Schulen Eckernfördes mit dem neunten Jahrgang angemeldet, und die Möglichkeit, etwas aus erster Hand über Berufe zu erfahren, kam gut an: „Man kommt hier auf viele neue Ideen“, sagte zum Beispiel Mark Bierkandt von der Grund- und Gemeinschaftsschule, und Yannick Meister von der Jes-Kruse-Skole ergänzte: „Man kann noch richtig was über die Berufe lernen, zum Beispiel wieviel ein Polizist verdient.“

Die Polizei hatte es den beiden Schülern mit ihren Freunden denn auch angetan (Håkon Sukkestad: „Das ist nicht so’n langweiliger Beruf.“), gleichzeitig wurden aber auch Rufe nach einer größeren Auswahl laut. So hätten sich die Jungs auch für den Beruf des Immobilienmaklers interessiert, der an diesem Tag nicht im Portfolio der Veranstaltung zu finden war.

Aber auch die Seite der Berufsausbilder war zufrieden. „Die Qualität der Gespräche war sehr gut“, sagt Polizist Michael Heinrich. „Die Schüler waren wirklich interessiert. Einige kamen sogar mehrmals an den Stand, weil ihnen noch weitere Fragen eingefallen sind.“

Das mag auch mit dem neuen Stempelsystem zusammenhängen, das sich die Lehrer am BBZ ausgedacht haben. Alle Schüler mussten sich nach einem Beratungsgespräch einen Stempel der jeweiligen Anbieter geben lassen. Die Klasse mit den meisten Stempeln erhält eine kleine Belohnung.

Bernt Wellhausen, stellvertretender Leiter des BBZ Rendsburg-Eckernförde, war zufrieden mit der Beteiligung, vermisste aber auch die angehenden Abiturienten. „Auch sie haben hier die Möglichkeit, sich zu informieren, zum Beispiel über die Unis in Kiel und Flensburg, aber auch über Arbeitgeber, die vornehmlich Abiturienten nehmen.“

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