zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

18. August 2017 | 22:48 Uhr

Schrittweise Annäherung

vom

Die derzeitige Situation auf unseren Straßen ist katastrophal. Die Verkehrsader schlechthin in Schleswig-Holstein, die Bundesautobahn 7, ist nur eingeschränkt nutzbar. Dies ist nicht nur für die Bürger schlecht, die sich täglich durch den Berufsverkehr winden müssen, sondern auch für die Unternehmen, deren Güter per Lkw transportiert werden müssen. Schließlich will jeder pünktlich zu Arbeit kommen, wie gewohnt in den Geschäften einkaufen oder seine bestellte Ware zugestellt bekommen, ohne lange Verzögerungen in Kauf nehmen zu müssen.

Deshalb gilt es jetzt für die Politik, endlich umzudenken. Es rächt sich, dass in der Vergangenheit Straßen nur als Betonpisten deklassiert wurden. Immer mehr erkennen, dass Straßen wichtig sind, auch wenn in der heutigen Zeit von manchen die Nutzung von Fahrrädern und dem öffentlichen Personennahverkehr als einzig zukunftsträchtige Verkehrsmittel gepredigt werden. Wer für ländliche Räume Politik macht und dabei die wirtschaftliche Prosperität nicht aus den Augen verlieren will, der muss vorhandene Straßen in Stand halten und dort, wo erforderlich, auch neue bauen. Die Ostseeautobahn (A 20) sei in diesem Zusammenhang ebenfalls erwähnt. Eine bessere Anbindung des Ostseeküstenraums ist für Schleswig-Holstein wie für Hamburg wichtig. Der Norden darf in der deutschen Verkehrspolitik nicht abgehängt werden.

Was können wir also tun? Die CDU-Fraktion im Kieler Landtag setzt sich für ein 60 Millionen Euro schweres Sofortprogramm für unsere Landesstraßen ein. Der Investitionsstau der rot-grün-blauen Landesregierung muss beendet werden. Die Rekordsteuereinnahmen unseres Landes lassen dies allemal zu. Anstelle von Einsparungen in Millionenhöhe für künftige Baumaßnahmen, müssen wichtige Bau- und Sanierungsprojekte umgesetzt werden. So müssen die Arbeiten an der Rader Hochbrücke und am Rendsburger Kanaltunnel so schnell wie möglich fertiggestellt werden. Dabei geht Effizienz vor Preis, um die Wirtschaft und die Verkehrsteilnehmer vor weitreichenden Folgen zu bewahren. Gleichzeitig setzt sich die CDU in Schleswig-Holstein dafür ein, dass ein "Masterplan Norddeutsche Verkehrsinfrastruktur" aufgelegt wird. Gemeinsam mit unseren norddeutschen und nordeuropäischen Nachbarn müssen wir ein zukunftsfähiges Konzept erstellen. Ferner ist es wichtig, dass die Landesregierung die Mittel für den kommunalen Straßenbau auf 85 Prozent und für ÖPNV und Radverkehr auf 15 Prozent revidiert. Und schließlich ist es nun allerhöchste Zeit, dass die Landesregierung die von den norddeutschen Bundesländern bereits 2008 beschlossenen Verkehrsprojekte ("Ahrensburger Liste") ohne weitere Verzögerung zur Baureife führt. Nur dann können Bundes- oder EU-Mittel eingesetzt bzw. eingeworben werden und die vorhandenen Verkehrswege entlastet werden.

zur Startseite

von
erstellt am 14.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen