Gettorfer Bauausschuss : Schritttempo am Stohler Damm

Ein solches Schild soll zukünftig für mehr Sicherheit in den Straßen Stohler Damm und Steinkoppel sorgen.
1 von 2
Ein solches Schild soll zukünftig für mehr Sicherheit in den Straßen Stohler Damm und Steinkoppel sorgen.

Das Gettorfer Neubaugebiet Stohler Damm soll verkehrsberuhigt werden. / Große Lösung bei der Kanalsanierung angestrebt.

von
12. April 2018, 06:04 Uhr

Gettorf | Ein Erwachsener, ein Kind, ein Fußball, ein Haus und ein Auto auf blauem Grund – allgemein bekannt ist diese Konstellation als Hinweisschild für einen „verkehrsberuhigten Bereich“. Als Fußgänger darf man in solchen Bereichen die Straße in seiner ganzen Breite nutzen, Autos hingegen dürfen nur Schritttempo fahren. Auch das Gettorfer Neubaugebiet Stohler Damm soll zukünftig verkehrsberuhigt werden. Der Gettorfer Bauausschuss stimmte unter der Woche dafür, einen entsprechenden Antrag bei der Verkehrsbehörde zu stellen.

Das sei durchaus sicherer als eine 20-km/h-Zone, wie sie zur Zeit am Stohler Damm ausgeschildert ist, sagte Gettorfs Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD).


Wohl große Lösung für Abwassernetz

Auch die Frage der Sanierung des Schmutzwassernetzes im Bereich Bekstraße/Bornsteiner Staße kam im Bauauschuss nochmals auf den Tisch. Bei einer Kanalfilmung Anfang des Jahres war ans Tageslicht gekommen, dass das rund 800 Meter lange Kanalstück zwischen der Bornsteiner Straße und dem Klärwerk im Westen Gettorfs erhebliche Schäden aufweist und dringender Handlungsbedarf besteht. Marc Stümke vom Rendsburger Planungsbüro BCS präsentierte den Ausschussmitgliedern verschiedene Varianten, wie man mit dem Problem umgehen könne. Die günstigere Variante sieht dabei vor, eine neue Leitung unter der landwirtschaftlich genutzten Fläche zwischen Bekstraße und Klärwerk zu verlegen, so wie es auch schon bei der alten Leitung der Fall ist. Bei der zweiten, teureren Variante hingegen sollen die Rohre unter der Bornsteiner Straße und der Straße Silkendiek, der Zufahrt zum Klärwerk, verlaufen. Gleichzeitig könne man bei dieser Lösung die sanierungsbedürftige Straßenoberfläche im Silkendiek erneuern. Insgesamt würden sich die Kosten – je nachdem, für welche Variante sich die Gemeinde entscheidet, – auf zwischen 700 000 und 1 200 000 Euro belaufen. „Wenn wir hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können, sollten wir uns auf jeden Fall für die zweite Variante entscheiden – auch wenn diese erstmal teurer ist“, so Baasch.

Streit um Ersatzpflanzungen

Zudem sorgten Ersatzpflanzungen für gefällte Bäume für erhitzte Gemüter im Ausschuss. „Es wird immer nur gebaut und die Natur bleibt links liegen“, so Dirk Jöhnk (Grüne). Bereits im August vergangenen Jahres stellte seine Fraktion einen Antrag, den Baumausgleich der letzten 15 Jahre überprüfen zu lassen, bisher jedoch ohne ein zufriedenstellendes Ergebnis erhalten zu haben.
zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen