Schritt für Schritt zur Nooröffnung

Zwischen Schulweg und Reeperbahn soll die Nooröffnung mit einer großen Wasserfläche, einer Promenade und 125 Wohnungen entstehen.
Zwischen Schulweg und Reeperbahn soll die Nooröffnung mit einer großen Wasserfläche, einer Promenade und 125 Wohnungen entstehen.

Aktueller Planungsstand im Bauausschuss: Vermarktung wird vorbereitet / Zweigeschossige Häuser am Wasser, dreigeschossige dahinter

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15. Mai 2019, 18:08 Uhr

Eckernförde | Das Innenministerium hat Anfang Mai die gesamte Erschließung des Sanierungsgebietes Nooröffnung freigegeben. Das teilte Bürgermeister Jörg Sibbel am Dienstagabend im Bauausschuss mit. Dazu gehört ein umfassendes Gesamtpaket, bestehend vor allem aus der Herstellung der Wasserfläche, der Grünflächen, Brücken über die Noorstraße und die Nooröffnung sowie der Straßenbaumaßnahmen Steindamm, Reeperbahn, Noorstraße und Schulweg. An der Vorbereitung des dafür zu stellenden Förderantrags und der Beschlussvorlagen für die Gremien werde intensiv gearbeitet, dennoch dürfte aufgrund der Komplexität und der erforderlichen Abstimmungen zum Beispiel  zum Hochwasserschutz oder zur Lärmentwicklung noch einige Zeit vergehen, sagte Sibbel.

Um das Stadtumbau West-Großprojekt „Nooröffnung“ aber in Sachen Vermarktung der Wohnflächen voranzutreiben, wird dieser Prozess parallel entwickelt. In Arbeit sei ein zweistufiges Vermarktungsverfahren, so Sibbel. Mit dem ersten Teil, der Vermarktung der Innenflächen zwischen den Gebäuden an der Wasserkante und der Reeperbahn, soll nach der Sommerpause begonnen werden. Ziel sei es, eine Beschlussvorlage  zu erarbeiten und ins erste Vermarktungsverfahren einzusteigen. Die lukrativen Wasserlagen sollen in einem zweiten Stepp folgen. Das Baufeld Reeperbahn/Schulweg ist als Sonderbaufläche ausgewiesen. Die Vermarktung der direkt am Wasser liegenden Flächen soll aus wirtschaftlichen Gründen erst dann erfolgen, wenn die Erschließungsarbeiten abgeschlossen sind und die Submissionsergebnisse vorliegen.

Der Entwickler des Siegerentwurfs, Stadtplaner und Architekt Klaus Petersen aus Lübeck, stellte anschließend mit seiner Mitarbeiterin Anke Warnke den bisherigen Planungsverlauf von 2011 bis 2018 vor. Aufgrund der in dieser Zeit notwendig gewordenen, zahlreichen Planungsänderungen müssen der Flächennutzungsplan und der Bebauungsplan 62 Teilbereich II „Reeperbahn - Noorstraße - Schulweg“ neu aufgelegt werden und die erforderlichen Verfahrensschritte durchlaufen.

Nachdem für den westlichen Teil des Plangebietes - 2,71 Hektar groß - bereits ein Satzungsbeschluss vom Oktober 2017 vorliegt, soll nun der 2,88 Hektar große östliche Teil ins Verfahren gehen. Darin enthalten ist die gesamte Bebauung. Geplant werden dort bis zu 125 Mietwohnungen, mindestens 25 Prozent sollen sozial geförderte Wohnungen sein. Zudem soll dort auch generationsübergreifendes Wohnen etabliert werden. Als Investor kommen dort vermutlich Wohnungsgenossenschaften zum Zug, aber keine rein auf Rendite getrimmte Wohnungsunternehmen.

Nach Auskunft der Planer soll es ein „lebendiges, innerstädtisches Quartier" werden. Am Wasser sollen zweigeschossige Häuser entstehen, im hinteren Bereich sowie in der Reeperbahn und am Schulweg dreigeschossige. Auf den tiefreichenden Reeperbahngrundstücken soll im hinteren Bereich eine eingeschossige Bebauung ermöglicht werden. Am Schulweg ist die Pflanzung einer Baumreihe vorgesehen. Das Planungsgebiet wird durch eine verkehrsberuhigte Straße erschlossen, zur Nooröffnung hin sind drei Fußgänger-Durchstiche zur Promenade geplant.

Der Bauausschuss stimmte den Änderungen des Flächennutzungsplans wie der frühzeitigen Beteiligung im B-Planverfahren geschlossen zu. 

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