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Domstag : Schranken sollen sich heute wieder senken

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Der Bahnübergang steht kurz vor dem Ende seiner Reparatur. Bahn: Wartezeiten verkürzen sich.

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 07:41 Uhr

Eckernförde | Das Provisorium am Bahnübergang Domstag neigt sich seinem Ende entgegen. Das lang ersehnte Ersatzteil ist jetzt angekommen und Techniker bauen es ein. Seit fünf Monaten herrscht an der Stelle, wo die Straße auf die B76 trifft, ein Ausnahmezustand. Denn Mitte Dezember 2012 ist in der Anlage ein Netzteil kaputt gegangen. So lange funktionieren weder die Schranken noch die Ampeln. Bahnmitarbeiter sperren den Übergang ab, wenn ein Zug kommt. Wenn die technische Abnahme erfolgreich ist, regeln ab heute Abend wieder Ampeln und Schranken den Verkehr.

Grund für die lange Verzögerung sind "erhebliche Lieferschwierigkeiten" des ausgefallenen Geräts, erklärt Egbert Meyer-Lovis von der Deutschen Bahn. Das Netzteil von der "Größe eines Kleiderschranks" musste eigens für die Anlage an der Ecke Domstag/Bundesstraße 76 gebaut werden. Der Bahnsprecher kündigte gegenüber der Eckernförder Zeitung an, dass sich die Wartezeiten für Autofahrer, Radler und Fußgänger wesentlich verkürzen werden, wenn die Sperrung des Übergangs wieder technisch erfolgt. Das soll heute Abend der Fall sein, sofern die Abnahme der Anlage erfolgreich ist. Dann werden auch die Schrankenwärter wieder abgezogen.

Die sperren seit dem 14. Dezember 2012 täglich zwischen 4.30 und 1.30 Uhr vier Mal in der Stunde den Bahnübergang mit rot-weißen Bändern ab. Grund dafür war eine defektes Netzteil in der Bahnübergangssteuerungsanlage (Büstra), das den Strom für die Schranken- und die Ampelanlage ein Stück weiter an der Bundesstraße liefert. Das Gerät war 25 Jahre alt und wird nicht mehr hergestellt. Die Mitarbeiter sperren nach einem Anruf ab, sobald ein Zug den Bahnhof Eckernförde oder Gettorf verlässt. Im Höchstfall dauert die Sperrung vier Minuten. Um wie viel Zeit sich die Wartephase vor den bald wieder elektronisch angesteuerten Schranken verkürzen wird, konnte Egbert Meyer-Lovis gestern nicht sagen. Wie hoch der Schaden für die Bahn ist, wusste er auch noch nicht. "Die Kosten sind noch nicht bezifferbar." Den größten Posten werden die Personalkosten der Absperr-Mitarbeiter eines externen Unternehmens darstellen, schätzt er.

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