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Schönheitswahn oder: Der Kampf um die ewige Jugend

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Warum sich Schönheits-OPs meist nur für die Operateure lohnen / Maskenhafte Gesichter ohne Ausstrahlung

Dieses Wort habe ich oft gehört, oft gelesen. Vor ca. einem halben Jahr fast täglich, mittlerweile nicht mehr so häufig. Was aber nichts daran ändert, dass ich mir meine Gedanken gemacht habe.

Schönheits-OPs boomen! Schönheitschirurgen verdienen sich dumm und dämlich, weil Frauen - und auch immer mehr Männer - der Meinung sind, mit allen Mitteln schön sein zu müssen. Faltenfrei und schlank wollen sie sein, für mindestens zehn Jahre jünger gehalten werden, dafür legen sie sich gern immer wieder unters Messer.

Ende Januar schaltete ich sonntags zufällig in eine Diskussionsrunde. Es ging um das Thema „Schönheit“. Bei den Einführungsworten des Moderators ging es um eine Umfrage unter mehr als 5000 Frauen, die ergeben habe, dass 60 Prozent dieser Frauen bereit seien, von ihrem Intellekt etwas abzugeben, wenn sie dafür im Gegenzug Schönheit bekämen. 60 Prozent, das ist doch verrückt! Wobei …, je länger ich darüber nachdachte, desto mehr kam ich zu dem Ergebnis, dass es bei diesen 60 Prozent wohl eh schon nicht so doll mit dem Intellekt sein könne.

Hat denn noch niemand gesehen, wie Schönheits-OPs auch ausgehen können? Ich sage nur Sylvester Stallone, Micky Rourke, Meg Ryan. Maskenhafte Gesichter ohne Ausdruck. An den Fotos von Brigitte Nielsen kam ja auch kaum jemand vorbei, sie ließ sich bei ihrer Rundumerneuerung sogar filmen. Auf einigen Bildern sah sie aus, als hätte sie als Punchingball für Boxer herhalten müssen. Sicher, nach ihren diversen OPs war sie jünger, schlanker, straffer, doch um weiteres Altern aufzuhalten, müsste sie all diese Eingriffe in spätestens fünf bis sechs Jahren wiederholen lassen!

Aufschlussreich fand ich eine Umfrage im ZDF. Eine Reporterin befragte auf der Straße zumeist junge Leute. Und nun staunen Sie: Als die nämlich gefragt wurden, wen sie schön fänden, wurde statt Angelina Jolie Helen Mirren genannt. Statt Jennifer Aniston Ruth-Maria Kubitschek oder Senta Berger. Und auch von Brad Pitt oder George Clooney (der übrigens Falten hat und sie nicht versteckt) war keine Rede, sondern von Maximilian Schell oder Joachim Fuchsberger! Also Menschen, deren sogenanntes „Haltbarkeitsdatum“ längst überschritten ist!

Fazit: Was nutzt ein schönes Gesicht, eine tolle Figur, wenn die Ausstrahlung fehlt?

Nichts, überhaupt nichts!


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erstellt am 05.Feb.2014 | 19:35 Uhr

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