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Wassersport am Wittensee : Schnupperkurs auf ruhigem Gewässer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bei besten Bedingungen: Rund 30 Teilnehmer lernen in Theorie und Praxis das Kajak kennen.

Haby | Strahlender Sonnenschein und kaum Wellengang auf dem Wittensee stellten kürzlich ideale Bedingungen zum Schnupper-Paddeln für eine Gruppe Jugendlicher dar. Organisiert hatten die Veranstaltung die „Wassersportfreunde Albi“ aus Haby. „Wir sind in der gesamten Region aktiv und veranstalten den Schnuppertag schon im vierten Jahr“, berichtete Albert Leuschner, Vorsitzender des Vereins.

Leuschner, der viele Jahrzehnte lang als Jugendwart im Kirchenkreis tätig war, kennt sich mit Projekten für Jugendliche gut aus. Gemeinsam mit den Jugendgruppenleitern entstand vor einigen Jahren die Idee, sich breiter aufzustellen. „Der Familienbeitrag ist gering, damit wollen wir auch die soziale Komponente einbinden“ – mit diesem Credo möchte der Verein alle Menschen an den Aktivitäten teilhaben lassen. Auch unter den rund 30 Teilnehmern beim Probe-Paddeln befanden sich großenteils Jugendliche aus DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) oder sozial schwächeren Verhältnissen. Aber auch einige Erwachsene wollten sich die Grundzüge des Paddelns mit dem Kajak näherbringen lassen.

Bevor es jedoch aufs Wasser gehen konnte, gaben Albert Leuschner und seine Helfer eine theoretische Einweisung in das unbekannte Sportgerät. „Das Ein- und Aussteigen ist das Wichtigste“, erläuterte Leuschner die Paddelbrücke, bei der das Paddel quer hinter dem Rücken auf das Kajak gelegt wird und so als Stütze für den Sportler fungiert. „Aber die Jugendlichen lernen hier auch etwas über Natur- und Umweltschutz, die benötigte Verpflegung und den Umgang mit Müll“, so der Vorsitzende, der seinen Schützlingen das richtige Verhalten für unterwegs mitgeben möchte.

Während viele Jugendliche anschließend ihre ersten Erfahrungen im Kajak machten, war es für Amir Rahimi bereits der zweite Schnuppertag auf dem Wittensee. Vor zwei Jahren kam die Familie aus Afghanistan nach Rendsburg und lernte über die Flüchtlingshilfe die Wassersportfreunde kennen. „Zuerst war das geradeaus Paddeln etwas schwer“, erinnert sich Amir an seine Anfänge im vergangenen Jahr. „Nach einer längeren Tour auf der Warnow zusammen mit den Wassersportfreunden funktioniert es mittlerweile aber ganz gut“, so Amir weiter. Auch sein kleiner Bruder Mojtaba Rahimi hat schon ein wenig Erfahrung im Kajak. „Ich paddle gerne kurze Strecken aus Spaß“, findet dieser die langen Touren noch etwas anstrengend. Gemeinsam zeigten die beiden Brüder ihrer Mutter Nasibe Rezaie und ihrem Onkel Jamel Rezaie, worauf es beim Paddeln ankommt. „Der erste Versuch ist schwer, aber nun ist es einfach“, resümierte Onkel Jamel. „Das ist schön und gefällt uns sehr“, ergänzte Mutter Nasibe Rezaie.

Die Freude der Familie an der ungewohnten Freizeitaktivität konnte man auch bei allen anderen Teilnehmern beobachten. Je nach Lust und Laune waren den ganzen Nachmittag über bis zu 18 Kajaks auf dem Wittensee unterwegs. Ein gemeinsames Grillen rundete den Schnuppertag ab. „Der See war heute sehr ruhig, und alle haben Spaß gehabt. Das konnte man sehen“, zeigte sich Albert Leuschner zufrieden über das erneute Gelingen des Kajak-Schnupperkurses.

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erstellt am 13.Jul.2017 | 06:58 Uhr

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