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Breitbandzweckverband : Schnelles Internet:Vertrag wird ausgebaut

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Breitbandzweckverband Dänischer Wohld, Hüttener Berge und Dänischenhagen will den bestehenden Vertrag ausbauen

Sie ist und bleibt ein drängendes Thema im ländlichen Raum – die Versorgung mit schnellem Internet. Um in bislang unterversorgten Gebieten einen flächendeckenden Ausbau mit 50 Mbit pro Sekunde zu ermöglichen, hat das Bundeskabinett 2015 ein Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau beschlossen.

Auch der Breitbandzweckverband der Ämter Dänischenhagen, Dänischer Wohld und Hüttener Berge, mit insgesamt 28 Gemeinden, stellte einen Förderantrag, um seine verbliebenen sogenannten weißen Flecken, etwa 500 Haushalte, mit schnellem Internet zu versorgen. Jetzt liegt ein Förderbescheid in Höhe von maximal 1,24 Millionen Euro vor. In seiner Versammlung am Dienstag in Revensdorf in der Gemeinde Lindau beschloss der Breitbandzweckverband jedoch nach intensiven Abwägungen einstimmig, die Fördermittel des Bundes nicht in Anspruch zu nehmen und stattdessen den bestehenden Vertrag mit dem jetzigen Anbieter von Fiete.net, der Net Services GmbH & Co. KG, zu erweitern. Die Entscheidung fiel im nicht öffentlichen Teil der Sitzung, da es auch um Vertragsbedingungen ging. Wie Andreas Betz, Geschäftsführer des Breitbandzweckverbands, im Anschluss an die Entscheidung zur Begründung ausführte, sei eine vergabekonforme Erweiterung des bestehenden Vertrags mit der Net Services GmbH & Co. KG weniger aufwändig, daher schneller und auch günstiger als eine im anderen Fall erforderliche neue Ausschreibung, die viel Geld koste. Das hatte Verbandsvorsteher Jens Krabbenhöft auch schon im Vorfeld der Diskussion betont. Die Anlagen und Bedingungen zum Förderbescheid seien viel umfangreicher als gedacht und alles mit einem so erheblichen Aufwand verbunden, dass zu überlegen sei, ob es nicht Alternativen gibt, um die verbliebenen 500 Haushalte anzuschließen. „Wir kommen besser und schneller voran, wenn wir den bestehenden Vertrag mit der Net Services erweitern“, sagte er. Und teurer sollte es auch nicht werden. Er betonte zudem: „Das große Ziel bleibt, dass wir überall in die Fläche kommen. Das ist eine gewaltige Herausforderung.“

Die Entscheidung freute sicherlich auch René Saupe, Senior Kundenmanager im Projektvertrieb der Net Services GmbH & Co.KG. Er hatte zuvor berichtet, dass im Gebiet der drei Ämter inzwischen 3135 Kunden angeschlossen seien. Dazu kommen 361, die über Glasfaser angeschlossen sind. „Das ist eine Menge“, sagte er. „Trotzdem wollen wir weitere Kunden gewinnen und das Thema FTTH (Fiber-to-the-Home) weiter vorantreiben, auch in Neubaugebieten.“

Nahezu 100 Prozent aller an die KVZ (Kabelverzweiger) angeschlossenen Kunden bekämen mehr als 2 Mbit/s, 78,5 Prozent könnten 30 Mbit/s oder mehr bekommen. Außerdem bewarb er das neue Angebot Fiete.TV. Fernsehen über den Internetanschluss als Alternative zum Kabel- oder Satellitenanschluss. Voraussetzung dafür sei mindestens 25 Mbit/s technische Bandbreite im Download, machte René Saupe deutlich.

Er kündigte Informationsveranstaltungen auch zu diesem Thema in mehreren Gemeinden an: 14. Juni, 19 Uhr, Groß Wittensee (De ole Kass); 16. Juni, 19 Uhr, Goosefeld (Gemeindefreizeitstätte); 20. Juni, 19 Uhr, Ascheffel (Sitzungssaal im Amt); 21. Juni, 19 Uhr, Schinkel (Schinkeler Möhl) und 28. Juni, 19 Uhr, Sehestedt (Markttreff).

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