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Glasfaser für das Internat Louisenlund : Schnelles Internet auf dem ganzen Campus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

/ 29 Anschlüsse für Lehrer und Schüler

von
erstellt am 28.Apr.2017 | 06:24 Uhr

Als Schulleiter, das weiß Dr. Peter Rösner aus Louisenlund, müsse man für die Schüler oftmals unpopuläre Entscheidungen treffen. Doch jetzt hätten ihm sowohl die Schülerschaft als auch das Kollegium gleichermaßen zu seiner Entscheidung gratuliert. Denn gestern haben Rösner, Wirtschaftsleiterin Gabriele Grube und Stadtwerkegeschäftsführer Wolfgang Schoofs aus Schleswig den Vertrag über den Glasfaseranschluss der Stiftung unterschrieben und damit das schnelle Internet für die rund 350 Schüler und 160 Mitarbeiter ermöglicht. Ab Oktober soll „Licht auf das Netz geschickt werden“, sagte Schoofs.

Der Glasfaser-Ausbau in der Region wird gemeinsam vom Breitbandzweckverband der Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee und der Stadt Kappeln sowie den Stadtwerken Schleswig vorangetrieben. In der Gemeinde Güby, wozu auch Louisenlund gehört, begann im März der Ausbau des Glasfasernetzes.

Heutzutage stünden die Schüler über ihre Smartphones in ständigen Kontakt mit Freunden und Eltern. Die Digitalisierung biete der Bildung und Wissenschaft auch enorme Chancen. Gelernt werde in den Schulen immer häufiger mit PCs, Smartphones, Laptops und Tablets. Rösner wies auf die Heterogenität in den Klassen hin, Schüler mit unterschiedlichem Leistungsniveau könnten noch individueller gefördert werden, so Rösner. So gebe es für den Mathematikunterricht einen Online-Tool, über das jedem Schüler unterschiedliche Aufgaben gestellt werden könnten. „Die virtuelle Klassengröße wird so reduziert“, betonte Rösner. Aber dafür sei eben eine schnelle und stabile Internetverbindung notwendig. Insgesamt erhält die Internatsstiftung auf ihrem gesamten Bildungscampus 29 Glasfaseranschlüsse. Dafür investiert die Stiftungen – neben den monatlichen Beiträgen – eine fünfstellige Summe.

„Unser Internat steht in weltweiter Konkurrenz zu anderen Schulen“, betonte Rösner auch im Hinblick auf die geplante Weiterentwicklung des Standortes. Gabriele Grube, Wirtschaftsleiterin in Louisenlund sieht eine große Chance darin: „Interne und externe Arbeitsabläufe können dadurch schneller und effizienter gestaltet werden. Zudem können wir unseren Service verbessern und sind auf die Anforderungen der digitalen Zukunft gut vorbereitet.

„Das ist erst der Anfang einer neuen Kommunikationstechnologie“, sagte Schoofs. Jetzt würde Louisenlund 200 M/bit pro Sekunde erhalten, in Schleswig verlange eine Schule bereits 1 Gigabite. „Das gibt die Technik alles her alles möglich“, so Schoofs. Für Hartmut Keinberger, Vorsteher der Breitbandzweckverbands, führt an der Glasfasertechnologie kein Weg vorbei. „Die Bandbreite ist längst zu einem wichtigen Standortfaktor geworden.“

Schulleiter Rösner schafft aber auch den Spagat zwischen moderner Technologie und Tradition. „Carl von Hessen hätte unsere Entscheidung auch begrüßt“, ist er sich sicher. Als bekennender Freimaurer sei er wissbegierig gewesen, hätte seine Freunde am Experimentieren und Fortschritt gehabt. Auch die Kommunikation zwischen seinem Wohnsitz Louisenlund und seinem Dienstsitz Schloss Gottorf wäre um einiges leichter gewesen, so Rösner. 

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