Arbeiterwohlfahrt verteilt Notfalldosen : Schneller Griff zur Notfalldose kann lebensrettend sein

Die Awo verteilt kostenlose Notfalldosen gegen eine kleine Spende. Annette Giencke, Hans-Georg Wonigeit und Claudia Königsberger (v. l.).
Die Awo verteilt kostenlose Notfalldosen gegen eine kleine Spende. Annette Giencke, Hans-Georg Wonigeit und Claudia Königsberger (v. l.).

Mitarbeiter und Mitglieder der Awo verteilen derzeit kostenlose Notfallsdosen und bitten im Gegenszug um Spenden, um für Nachschub sorgen zu können.

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28. November 2018, 11:58 Uhr

„Haben Sie schon eine Notfalldose?“ Immer wieder ging Claudia Königsberger freundlich auf die Passanten am Rathausmarkt zu und sprach sie auf die kleine Dose mit großer Wirkung an. Einige kannten die Notfalldose, die meisten aber nicht. Und so nahm sich die Leiterin des Awo-Servicehauses in der Reeperbahn Zeit, um den Bürgern die unter Umständen lebenswichtigen Vorteile der kleinen, grünen Dose im Pfefferstreuer-Format zu erklären. Mit ihr waren auch der Eckernförder Awo-Chef Hans-Georg Wonigeit, die Leiterin der Bürgerbegegnungsstätte, Annette Giencke, und Awo-Mitarbeiter Peter Stork mit von der Partie. Aufklärung stand im Vordergrund und natürlich die Ausgabe der Notfalldosen – am liebsten gegen eine kleine Spende, mit der dann wieder Nachschub geordert wird, um möglichst viele Menschen mit den Dosen zu versorgen.

In der Notfalldose befinden sich keine Notfallmedikamente, sondern ein Zettel mit wichtigen Informationen für die Ersthelfer, Sanitäter und Notärzte. Der ausgefüllte Bogen mit persönlichen und gesundheitlichen Daten ermöglicht den Helfern im Notfall eine schnelle, sachgerechte Versorgung und Behandlung.

Verstaut werden sollte die Notfalldose im Kühlschrank. Das wissen auch alle Rettungskräfte. Mit den Aufklebern „Notfalldose“, die gut sichtbar an der Innenseite der Wohnungstür und am Kühlschrank befestigt werden können, werden die Helfer zielsicher dorthin geleitet. So haben sie schnell Zugriff auf alle möglichen wichtigen Informationen. Immer mehr Menschen haben zu Hause einen Notfall- und Impfpass, Medikamentenplan oder eine Patientenverfügung. Nur ist es für Retter meist unmöglich herauszufinden, wo diese Notfalldaten in der Wohnung aufbewahrt werden. Künftig steht die Lösung im Kühlschrank. Denn nicht jedem gelingt es in einer Notfallsituation, Angaben zum Gesundheitszustand und anderen wichtigen Details zu machen. Auch kann es sein, dass in einer solchen Stresssituation ein wichtiges Detail vergessen wird zu beschreiben - einmal abgesehen bei Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit. Die Informationen in der Notfalldose sind auch eine große Hilfe für Angehörige, Freunde und Bekannte.

Aus diesem Grunde hat die AWO gestern vor der BBS Notfalldosen verteilt. Der „erste Schwung“ der Dosen wird über eine Spendenaktion des Awo-Landesverbandes finanziert, die Spendenaktion läuft noch bis zum 3. Dezember und es kann weiter gespendet werden. „Wir werden die Dosen in Eckernförde nochmal am Sonnabend, 8. Dezember, zwischen 10 und 12 Uhr vor der BBS verteilen“, sagt Claudia Königsberger. Wer an beiden Tagen noch keine bekommen hat, kann sich auch an das Awo-Servicehaus oder während der Öffnungszeiten des Büros der Awo in der Bürgerbegegnungsstätte (montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr) wenden. Besonderer Service: Die Awo hilft auch beim Ausfüllen des Notfallzettels. Wer die Aktion unterstützen möchte und den Nachschub der Notfalldosen mitfinanzieren möchte, darf gerne eine Spende in das Sparschwein stecken.

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