zur Navigation springen

Kinderförderfonds : Schnelle Hilfe für Kinder „in brennenden Fällen“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Kinderförderfonds unterstützt den Nachwuchs finanzschwacher Familien. Die Spenden sollen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2014 | 06:15 Uhr

„Jeder Euro kommt bei den Kindern an“, versichert Awo-Kreisvorsitzender Martin Klimach-Dreger. Damit bezieht er sich auf die Spenden des Kinderförderfonds, die seit 2009 kreisweit dafür sorgen, dass Kinder nicht mehr unter Armut leiden. Das Armutsrisiko betrifft verstärkt den Nachwuchs von Eltern, die auf die staatliche Unterstützung angewiesen sind. Aber auch jenen von alleinerziehenden Elternteilen oder Eltern mit Migrationshintergrund. Dieser soll trotz der finanziellen Notlage der Familie nicht von verschiedenen Aktivitäten ausgeschlossen werden. Und genau an diesem Punkt springt der Kinderförderfonds helfend ein, der sich aus der Arbeiterwohlfahrt (Awo), dem Sozialverband Deutschland (SoVD), dem Kreisjugendring, dem Awo-Kreisjugendwerk und einem Beirat zusammensetzt.

Aus der Jahresbilanz, die die Träger des Fonds sowie Bürgermeister Jörg Sibbel als Beiratsmitglied gestern zogen, ging hervor, dass im vergangenen Jahr 3713 Euro ausgeschüttet wurden, von denen 50 Kinder ihren Nutzen hatten. Ein Teil davon ging an eine siebenköpfige Familie aus Molfsee, deren Haus komplett abgebrannt ist. „Die Eltern und die fünf Kinder besaßen nur noch das, was sie an jenem Tag bei sich hatten“, sagt Karin Kardel vom SoVD. Außerdem unterstützt der Fonds bei Klassenfahrten, Ausflügen oder Schulmittelbeschaffung. Martin Klimach-Dreger erinnert sich an einen Fall, bei dem das Kind einer alleinerziehenden Mutter einen Schreibtisch und einen Stuhl bekam, um Hausaufgaben machen zu können. Katrin Kardel betont, dass die Leistungen des Fonds keine Ersatzfunktion hätten, sondern als einmalige Hilfe in besonderen Situationen zum Einsatz kämen. „Oft raten wir Eltern, Wohngeld zu beantragen, um die Klassenfahrt der Kinder zu bezahlen“, erklärt sie. „Viele wissen nichts davon.“

Von Fällen, die Hilfe benötigen, erfahren die Träger des Kinderförderfonds zum Beispiel über Ämter, Schulen oder Kindergärten, die direkt auf sie zugehen. Danach wird ein Finanzierungsplan entwickelt und umgesetzt.

Um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen, werden Flyer verteilt und Sparschweine bei privaten Veranstaltungen aufgestellt. Damit die Leistungen zu gewährleisten sind, ist der Kinderförderfonds auf einzelne Spenden, Großspenden – etwa vom Lufttransportgeschwader 63 – sowie auf die Ortsvereine des SoVD angewiesen. „Schließlich wollen wir in brennenden Fällen helfen“, wie Martin Klimach-Dreger sagte.

> Kontakt: Kinderförderfonds, Katrin Kardel (SoVD), Tel. 04331/23290, oder Martin Klimach-Dreger (Awo), Tel. 04351/3132.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert