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Rote Flitzer : Schmucke Cabriolets touren durch die Hüttener Berge

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jahrestreffen des NSU Wankel Spider Clubs Deutschland in Groß Wittensee / Fahrten durch den Dänischen Wohld und Hüttener Berge

Der 1. Februar 1957 gilt als Geburtsstunde des Wankelmotors. Der NSU Wankel Spider war das erste Serienauto der Welt mit einem Kreiskolbenmotor nach einer Idee von Felix Wankel. Der Einscheiben-Motor brachte es mit einem Kammervolumen von 498 Kubikzentimetern auf 50 PS. Von ihm wurden von 1963 bis 1967 nur 2375 Exemplare in Neckarsulm produziert – daher auch die Bezeichnung NSU. Das mache ihn heute zu einer Rarität – und die Ersatzteile ebenfalls.

Ulrich Latus ist Vorsitzender des NSU-Wankel-Spider Clubs Deutschland. Gemeinsam mit gut 20 Vereinsmitgliedern auch aus Belgien und Holland nahm er am Wochenende an dem Herbsttreffen in Groß Wittensee teil. „Wir schätzen, dass es weltweit noch etwa 600 Spider gibt, davon rund 250 in einem fahrfertigen Zustand“.

13 der schnittigen Cabriolets starteten am Freitag eine Ausfahrt durch den Dänischen Wohld, am Sonnabend sollte es durch die Hüttener Berge gehen. Unter den Fahrern war auch Alfons Burghardt aus dem Oberbergischen Kreis. Seit 13 Jahren ist er stolzer Besitzer eines Spiders. „Was mir daran gefällt? Einfach alles“, sagt er. Auch seine Frau Christa teilt seine Begeisterung für den Oldtimer. „Bei den Treffen bin ich immer gerne mit dabei“, erzählt sie. Wenn die Autos, wie auf einer Perlenkette gezogen, über die Straße fahren, sei das ein tolles Bild. Mit 73 Jahren gehörte der Belgier Georges Stoelen zu den ältesten Teilnehmern. Allerdings musste er ohne seinen Spider die 650 Kilometer anreisen: „Der muss erst noch fahrtüchtig gemacht werden“.

Die Ausstattung des roten Flitzers sei „spartanisch, aber schön“, sagt Klaus Weihe. Der Altenholzer hat die Zusammenkunft am Wittensee organisiert. Zweimal im Jahr, im Sommer und im Herbst, finden die Treffen statt – irgendwo in Deutschland, das nächste wird aber in Holland geplant werden.

„Die meisten sind mit dem Wohnwagen nach Groß Wittensee gekommen, den Spider hinten auf dem Anhänger“, erzählt er. Weihe selbst hat sich vor sechs Jahren einen Spider gekauft und wieder flott gemacht. Ohne Beziehungen gehe das nicht. „Man muss im Verein organisiert sein“, betont er, ansonsten sei es schwer, an Ersatzteile heranzukommen.

Wenn man die aber hat, läuft der Spider wie ein Uhrwerk, sagt Herbert Dormagen , der sogar gleich zwei in seiner Garage in Bergisch-Gladbach stehen hat.  

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erstellt am 05.Okt.2015 | 06:30 Uhr

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