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ERSTMALS IN DEN RATHAUSVITRINEN : Schmieden auf hohem Niveau

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Schüler der Landesfachklasse für Metallgestaltung des Berufsbildungszentrums stellen Arbeiten im Rathaus aus. Mit der Ausstellung will das BBZ mehr Werbung für den Berufszweig machen.

Der Schriftzug, der in einer der Vitrinen hängt, erklärt dem Betrachter, wer zurzeit im Foyer des Rathauses ausstellt: Landesfachklasse für Metallgestaltung. Seit gestern präsentieren angehende Metallgestalter des Berufbildungszentrums Rendsburg-Eckernförde (BBZ), Standort Eckernförde, Jahrgang MG 15, einen Auszug ihrer Arbeiten. Sie sind die Ergebnisse von Aufgaben und Anforderungen, die die Auszubildenden im Laufe des Blockunterrichts anfertigen mussten.

Großflächige Exponate, Skulpturen, filigrane Einzelstücke – die Bandbreite der Ausstellung ist groß. Bei der Aufgabe „Skulptur mit Tier“ hat ein Schüler ein dachsartiges Tier erschaffen, ein anderer fertigte ein Känguru an, ein dritter eine Eidechse. Ein auf einem Hocker sitzender Mann ist beispielsweise das Ergebnis der Aufgabe „Skulptur mit Mensch“. Wiederum andere Exponate erinnern an Obstschüsseln.

Kreativität, Planungsvermögen, handwerkliches Geschick und Kraft – der Beruf des Metallbauers, Fachrichtung Metallgestalter, hat sich heute zu einem modernen Berufszeig entwickelt und erinnert nur noch wenig an den Schmied von früher. Mittlerweile haben sich viele Varianten und Betätigungsfelder im Bereich der Metallgestaltung entwickelt. Neben der praktischen Anwendung, wie Anfertigung von Gartenzäunen oder -toren, gibt es im künstlerischen Bereich Möglichkeiten. Auch in ungewohnten Nischen, wie beispielsweise im Bühnenbau der Theater. „Jeder Schüler lernt bei uns alle Anwendungen kennen“, erklärt Lejf Kock, Fachtheorielehrer am BBZ. „Der Schüler bekommt eine Aufgabe, für die er einen Entwurf anfertigen muss und den er unter Einhaltung einer Zeitvorgabe praktisch umsetzen muss. Denn beim Kunden hat man ja auch nicht unendlich Zeit“, so Kock. Schmiede- und Schweißerkunst auf hohem Niveau – das ist das Ziel der Ausbildung in der Landesfachklasse Metallgestaltung. Zurzeit besuchen 20 Auszubildende diese Klassen. „Es dürften ruhig noch etwas mehr sein“, sagt Kock. So sind zum Beispiel in dem Jahrgang MG 15, die die Arbeiten gemeinsam mit Kock in den Vitrinen aufgehängt haben, fünf Schüler. Die gesamte Ausbildung eines Metallgestalters dauert dreieinhalb Jahre. Die Arbeiten sind zwei Wochen lang im Rathaus zu sehen.

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erstellt am 15.Feb.2017 | 06:24 Uhr

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