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Eckernförder Zeitung

16. Dezember 2017 | 20:27 Uhr

Metallgestaltung : Schmieden auf hohem Niveau

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Vier erfolgreiche Schüler der Landesfachklasse Metallgestaltung am Berufsbildungszentrum wurden am Freitag entlassen. Heute werden sie in Rendsburg freigesprochen.

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2016 | 05:42 Uhr

Kreativität, handwerkliches Geschick und Kraft erfordert der Beruf des Metallbauers, Fachrichtung Metallgestaltung. Was früher mit dem Beruf des Schmieds verbunden wurde, hat sich heute zu einem modernen Berufszweig entwickelt, der viele Varianten der Berufsausübung ermöglicht. Seit gestern gibt es vier weitere Handwerker in diesem Bereich. Nach dreieinhalbjähriger Lehre haben Lauritz Zeschky, Shiem Holweger, Frithjof Brandes und Robert Santelmann ihre Ausbildung an der Landesberufsschule am Berufsbildungszentrum Rendsburg-Eckernförde (BBZ), Standort Eckernförde, beendet. Heute werden die vier jungen Männer bei der Feier der Metallbauerinnung in Rendsburg freigesprochen und dürfen sich Gesellen nennen.

Ihre Gesellenstücke haben die vier jungen Metallbauer im Eingangsbereich aufgebaut. Frithjof Brandes (22) aus Hamburg hat in 60 Stunden Arbeit eine außergewöhnliche Metallkiste geschmiedet. Der Schriftzug Landesfachklasse für Metallgestaltung ist das Gesellenstück von Shiem Holweger (21) aus Kiel. Aus Wetter/Ruhr stammt Lauritz Zeschky (21). Er hat eine Sitzbank hergestellt. Mit einer außergewöhnlichen Bar verabschiedet sich Robert Santelmann (23) aus Buxtehude von seiner Lehrzeit. Bernt Wellhausen, Leiter des BBZ, ist angesichts der Kreativität und der hohen Qualität der Gesellenstücke sehr angetan. Sie seien eine gute Werbung für einen Berufszweig, der leider bei den jungen Leuten nicht mehr so häufig nachgefragt sei.

Auch die Lehrer, Lejf Kock (Fachtheorielehrer) und Benjamin Petzel (Fachpraxislehrer) sehen ihre Schüler angesichts der Prüfungsergebnisse auf einem guten Weg. Diese werden erst dann entlassen, wenn sie einen Nagel geschmiedet und diesen in den Stamm im Haupteingangsbereich eingeschlagen haben – als bleibendes Zeichen ihrer Lehrjahre in Beruf und Schule. „Das ist sozusagen der Schulterschlag“, erklärt Lejf Kock. Seit 2005 gibt es diese Art der Entlassung am Berufsbildungszentrum in der Fischerstraße.

In Zukunft werden sich die jungen Gesellen der Schmiede- und Schweißerkunst auf hohem Niveau widmen. Die Herstellung von Toren, Zäunen, Gittern oder Balkonen wird das tägliche Brot der Metallgestalter sein. „Sie werden eben für alles Schöne auf diesem Gebiet zuständig sein“, sagt Benjamin Petzel. Auch der große Bereich der Restauration werde zu ihrem Betätigungsfeld gehören.

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