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Winterlaufserie : Schmidt und Sengstock triumphieren

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Beim 3. Lauf der 5. Winterlaufserie im Dänischen Wohld waren über 200 Aktive beim sonnigem Finale in Altenholz am Start. Die schnellste Zeit erzielte ein Olympiateilnehmer.

Altenholz | Die 5. Winterlaufserie im Dänischen Wohld endete mit einem sonnigen Abschlusslauf, der Lust weckte auf den läuferischen Frühling. Insgesamt 208 Aktive fanden in Altenholz nach dem Tauwetter des Vortages bei strahlender Wintersonne nahezu ideale Bedingungen für die abschließenden Rennen über 21 km und 5 km vor.

In der Gesamtwertung beider Serien ließen sich die nach den ersten beiden Rennen führenden Athleten den Seriensieg nicht mehr aus der Hand nehmen. In der A-Serien-Konkurrenz der Damen hatte sich Sabine Schmidt (Team Erdinger Alkoholfrei) die passende Renntaktik zurechtgelegt, um ihren Vorsprung von weniger als einer Minute auch beim abschließenden 21-km-Lauf halten zu können. „Ich habe etwas ruhiger angefangen. Als Beeke dann näher kam, konnte ich auf der Schlussrunde noch etwas zulegen“, beschreibt die 30-jährige aus Schenefeld ihre Renneinteilung, mit der sie in 1:35,04 Stunde den Finallauf und damit auch die Gesamtwertung der Serie für sich entschied. Für Beeke Jandt von der SG Athletico Büdelsdorf, die zwei Wochen zuvor beim 15-km-Lauf gewonnen hatte, blieb nach 1:35,48 Stunde Platz zwei in der Tages- und der Gesamtwertung. Daniela Jordanow folgte nach 1:37,04 Stunden und schob sich damit noch auf den dritten Platz in der Serienwertung der Frauen vor.

Bei den Männern genügte dem souverän führenden Marco Sengstock vom USC Kiel beim abschließenden 21-km-Lauf der vierte Platz (1:19,52 Std.), um die Führung in der Serienwertung sicher zu verteidigen. Die ersten drei Plätze des Finalrennens gingen an Athleten, die nur diesen einen Lauf durch Altenholz-Klausdorf mitmachten.

Für das sportliche Glanzlicht und die bislang schnellste Zeit beim Winterlauf durch den Dänischen Wohld sorgte Steffen Uliczka von der SG Kronshagen-Kiel. Der 30-jährige Spitzenläufer, der in der neuen Saison von der 3000-Meter-Hindernis-Strecke zum Marathon wechseln wird, nutzte den Lauf in Altenholz als kleinen Formtest zwischen zwei Trainingslagern und rannte mit lockeren Schritten in 1:11:22 Stunden zu einem ungefährdeten Sieg. Runde um Runde wurde Uliczka schneller. „Auf den letzten Runden habe ich schon gemerkt, dass das Trainingslager in Kenia angeschlagen hat. Ich konnte das Tempo verschärfen, ohne dass ich mich mehr anstrengen musste“, erklärt der Mann, der 2012 als Hindernisläufer bei den Olympischen Spielen in London am Start war und sich nun zum Ziel gesetzt hat, 2016 erneut dabei sein. In Rio de Janeiro soll es aber der olympische Marathon sein. Im April wird Uliczka in Hamburg seinen ersten ernsthaften Marathon laufen, nachdem er im Herbst 2014 bereits als Tempomacher in Frankfurt erstmals erfolgreich die 42,195 km unter die Füße genommen hatte. „Ich hoffe auf eine Zeit unter 2:13 Stunden und möchte schon so dicht wie möglich an die Olympianorm kommen. Entscheidend für Rio wird dann aber der Herbstmarathon sein“, skizziert UIiczka seine Pläne und Ambitionen. Den ganzen Januar verbrachte der 30-jährige zusammen mit Arne Gabius und anderen deutschen Spitzenläufern im kenianischen Iten. Bei Temperaturen um 28 Grad auf 2400 Meter Höhe spulte Uliczka rund 750 Trainingskilometer binnen 25 Tagen ab. „Die Rückanpassung in den ersten Tagen war anstrengend, aber jetzt rollt es“, beschreibt Uliczka sein Befinden nach den ersten Tagen zu Hause in Strande.

Nach zwei Wochen Heimatbesuch wird der angehende Marathoni bereits in der kommenden Woche zu einem zweiten Trainingslager nach Kenia aufbrechen. Der Formtest vor der Haustür machte Uliczka sichtlich Spaß. „Beim Überrunden haben mich viele auch angefeuert. Sowas macht Freude“, berichtet Uliczka, der sich nach zwei lockeren Runden vom schnellen Jugendläufer Yannick von Soosten (SC Itzehoe) absetzte, der in 1:15,45 Stunde Zweiter wurde. Auf den dritten Platz des Finalrennens lief Holger Wollny (SC Fortuna Bösdorf; 1:18,05 Std.).

In der Serienwertung gingen die Podiumsplätze hinter Sieger Marco Sengstock an dessen Vereinskameraden Hans Peters und an Frank Schmidt (Team Erdinger Alkoholfrei). Jens Müller (TSV Altenholz) und René Kirschke (Eckernförder MTV) waren auf den Plätze fünf und sechs die schnellsten Läufer aus dem Altkreis. Mirjana Springfeld (EMTV; 7.) und Sabrina Neumann (Gettorfer TV: 8.) landeten bei den Frauen unter den Topten.

In der B-Serie mit drei Rennen über 5 km rettete EMTV-Talent Beek Hadler in 18:10 Minuten den umkämpften Seriensieg ins Ziel. Im Endspurt um den zweiten Platz des letzten 5-km-Laufs musste er sich zwar erneut seinem Vereinskameraden Marc-Bennett Radeleff (18:09 Min.) geschlagen geben, doch Hadlers Vorsprung aus dem ersten Rennen reichte für den Seriensieg. In der weiblichen Konkurrenz feierte Johanna Mahrt-Thomsen in 20:25 Minuten den dritten Sieg im dritten Rennen und gewann die Laufserie souverän vor Solveig Stoltenberg (Tri-Team Neumünster) und Petra Heinemann vom TSV Altenholz.

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