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Wassersport : Schlei-Steg verbindet Winnemarker und Gäste

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Sportbootvereinigung Winnemark feiert 30-jähriges Bestehen Sonnabend mit Sommerfest

Winnemark | Die Schlei als Segelrevier hat einen guten Ruf. Das stellten schon vor über 30 Jahren Winnemarker Bürger fest. Was fehlte, war ein Bojenfeld oder Bootssteg an der Schlei für ihre Wasserfahrzeuge. Unter der Federführung von Adolf Marquardt wurde der Traum schließlich wahr. Nach zwei Jahren Vorbereitung und vielen Terminen mit den Genehmigungsbehörden wurde im Sommer 1987 die Sportbootvereinigung Winnemark gegründet. Zugleich konnte der Verein, der mit 19 Mitgliedern, darunter auch Bürgermeister Wilhelm Fülling, startete, noch im selben Jahr einen Bootssteg samt Wellenschutz bauen.

An diesem Sonnabend feiert der Verein nun sein 30-jähriges Bestehen mit einem Sommerfest für Klein und Groß am Schleiufer. Ab 15 Uhr wird es viele ungewöhnliche Spiele für Kinder und Fahrten mit dem Motorboot geben. Am Lagerfeuer wird Stockbrot gemacht, Kaffee und Kuchen sowie später Gegrilltes serviert, berichtet Martin Sigmund. Sigmund (63) ist seit fast fünf Jahren Vorsitzender des Vereins. Er übernahm das Amt von Marquardt, der die Wassersportler mit seinem Engagement fast 25 Jahre lang führte.

Die Idee zur Gründung des Vereins fiel zusammen mit den Plänen für ein kleines Ferienhausgebiet in Winnemark. Dabei arbeiteten Marquardt, der damalige Bürgermeister Wolfgang Brunckhorst und Investor Johannes Wietzka eng zusammen, berichtet Sigmund, der selber erst seit vier Jahren seinen Wohnsitz im Ort hat. Seine Familie, alle segelbegeistert, habe sich aber bereits 2007 in die kleine Schleigemeinde verliebt, wie Sigmund berichtet. Die Kosten für den Bau des Steges, der auf 19 Liegeplätze mit rund einem Meter Tiefgang beschränkt bleibt, sowie den Wellenschutz von rund 100  000 D-Mark brachten die Gründungsmitglieder in einer Umlage auf. Zugleich übernahm die Gemeinde die Pacht für das Gelände, die damit eine öffentlich nutzbare Fläche für die Bürger geblieben ist. „Unser Ziel ist es, die Steganlage nicht-kommerziell für Winnemarker und Gäste zu erhalten“, sagt Professor Dr. Sigmund, der als Mediziner zuletzt in Wiesbaden tätig war.

Für die Stegplätze besteht eine Warteliste. Freie Plätze werden dabei laut Satzung bevorzugt an Winnemarker vor Ferienhausbesitzern vergeben. „Das hat sich bewährt“, stellt Sigmund fest. Der Erhalt der Steganlage und des Vereinsheims erfordere viel ehrenamtliche Hilfe. „Daran mangelt es uns nicht, da viele Mitglieder hier wohnen und sehr engagiert sind“. Auf dem Gelände werden den Sommer über viele Boote, vor allem Jollen, gelagert. Es gibt eine Rampe in die Schlei, um Boote einzusetzen.

Die Zahl der Mitglieder ist in den vergangenen Jahren start gestiegen. Dabei sank der Altersdurchschnitt, das Gros der Mitglieder ist nun zwischen 40 und 65 Jahren alt. Es kamen auch einige Jugendliche in den Verein, die den Segelsport mit einem gewissen Ehrgeiz betreiben. Dazu gehören auch regelmäßige Regattateilnahmen. So haben die Wassersportler sehr freundschaftliche Verbindung nach Arnis über die Schlei geknüpft. Über den Sommer beteiligen sich die Winnemarker an den alle 14 Tage ausgetragenen Mittwochs-Regatten der Segelvereinigung Arnis, wie Sigmund berichtet. Um speziell Kindern das Segeln zu vermitteln, erwägt der Verein, einen Opti zur Verfügung zu stellen.

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erstellt am 14.Jul.2017 | 06:54 Uhr

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