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Akustik-Probleme : Schlechte Akustik erschwert das Zuhören

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Im Musikraum der Hardesvogtei besteht dringender Sanierungsbedarf . Schüler und Lehrer leiden unter schlechter Akustik

von
erstellt am 15.Jan.2014 | 17:15 Uhr

Der Musikraum in der Hardesvogtei soll schallgedämmt werden. Darüber war sich der Bauausschuss des Schulverbands Fleckeby auf seiner Sitzung am Dienstag einig. Schulleiterin Regina Jansen sprach von einer belastenden Situation sowohl für Schüler als auch Lehrer. „Niemand unterrichte aufgrund der Akustik gerne in diesem Raum“, betonte sie. An der Sitzung nahm auch Birgit Johannsen vom Landesförderzentrum Hören in Schleswig teil. Sie bestätigte, dass eine schlechte Akustik ein enormer Stressfaktor für alle Beteiligten sei. In allen Klassen würden zudem Kinder mit einer Hörschädigung unterrichtet werden, sagte Jansen. Gerade diesen falle es schwer, Informationen aus dem Gesprochenen herauszufiltern. Die Akustik sei somit ein wichtiger Faktor für die Beschulung eines hörgeschädigten Kindes in der Schule. Ein so genannter Störschall, sagte Johannsen, könne das Verstehen der Sprache erschweren. Bauliche Veränderungen wie das Einziehen einer Akustikdecke oder das Verlegen von Teppichboden würde Abhilfe schaffen.

Als Fachmann hatte der Bauausschuss Peter Andresen eingeladen. Der Groß Wittenseer ist selbst hörgeschädigt und erstellte ein Gutachten über die Akustik des Raumes. Andresen wies auf die einzuhaltenden DIN-Norm hin. Danach dürfte der Nachhall in der Klasse lediglich 0,4 Sekunden betragen. Gemessen wurde in dem Musikraum allerdings ein Nachhall von bis zu einer Sekunde. Und der Nachhall belaste in erheblichem Maße die Kommunikation.

In den Sommerferien, so die einhellige Meinung des Bauausschusses, soll der Musikraum gedämmt werden. Der Schulverband, der im April tagt, soll den Auftrag dazu erteilen. Anschließend soll auch der Kunstraum nebenan gedämmt werden.

Investitionen stehen auch bei der EDV-Anlage der Schule an. Der Telefonanbieter hatte mitgeteilt, dass von den Rechnern ein Sicherheitsrisiko ausgehe. So wurden bereits Spam-Mails und Viren über die Anlage versandt. Die Schulleitung hatte daraufhin reagiert und die Rechner vom Netz genommen.

Computerfachmann Rainer Braker von einer Ehndorfer Firma legte dem Bauausschuss ein Angebot in Höhe von gut 12 000 Euro vor. Dieses sieht die Einrichtung von zwölf PC-Plätzen mit aktueller Software und die Installation eines Terminals vor. Vorgefunden hatte Braker in der Schule veraltete Rechner und Betriebssysteme, die in Kürze vom Anbieter nicht mehr aktualisiert werden und damit Sicherheitslücken aufweisen. Zudem bietet Braker eine monatliche Wartung der neuen Systeme an. Schulleiterin Jansen bedauerte den Sparzwang, der der Schule auferlegt werde. So habe man oftmals gebrauchte Rechner und Monitore erhalten, das habe aber wenig mit einer modernen Schule zu tun, betonte sie. Auch der Ausschussvorsitzender Hartmut Keinberger stellte klar, dass der Umgang mit dem Computer und dem Internet zu einer Ausbildung junger Menschen gehöre, eine vernünftige Ausstattung sei daher unerlässlich.

Gesetzlich verpflichtet ist die Schule, ihr Trinkwasser auf Legionellen zu überprüfen. Dabei handelt es sich um Bakterien, die grippeähnliche Symptome hervorrufen. Auch eine schwere Lungenentzündung kann die Folge einer Infektion sein. Es wurde daher beschlossen, Trinkwasserproben an den Duschen der Sporthalle und Zapfstellen der Schule zu entnehmen. Gleichzeitig sollen die Proben auch auch Blei untersucht werden.


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