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Abbruchparty in Fleckeby : Schlachterei wird zu Partykulisse

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

200 Gäste folgen der Einladung des Round Table Eckernförde zur Abbruchparty in den ehemaligen Räumen von Valentiner

Viele Jahre lang wurden in den Räumen der Schlachterei Valentiner Wurst- und Fleischwaren verkauft, gingen Kunden ein und aus. Am Wochenende bot die alte Schlachterei das Ambiente für die Original-Abbruchparty des Round Table Eckernförde. Nachdem die Mitglieder unter anderem schon in die Alte Bauschule und in die Wagenhalle der Freiwilligen Feuerwehr zum Feiern luden, feierten sie ihre achte Abbruchparty außerhalb von Eckernförde. In der ehemaligen Schlachterei Valentiner genossen 200 Gäste die ausgelassene Stimmung, bevor das Gebäude noch vor Weihnachten abgerissen wird.

Der Elektrotechnikermeister Frank Großkopf hat den Komplex gekauft. Er will dort einen Neubau errichten. Neben einer Privatwohnung entstehen auf einer Fläche von rund 300 Quadratmetern Gewerbeflächen mit jeweils 60 bis 100 Quadratmetern zur Vermietung. Auch sein eigener Betrieb Elektrotechnik Frank Großkopf wird in das Gebäude einziehen. „Im Herbst nächsten Jahres soll es fertig sein“, kündigte Großkopf an.

Großkopf ist Mitglied des Round Table Eckernförde. So entstand die Idee, auch in der alten Schlachterei in Fleckeby eine Abbruchparty zu feiern. „Grade für das Dorf wurde es sehr gut angenommen“, berichtete Großkopf. Aber was ist das Besondere an Abbruchpartys? „Man kann nur dieses eine Mal hier feiern, danach ist es weg“, erklärte er. Und: „Man kommt sonst nicht an diesen Ort.“ Zudem würde ein bisschen Geld für die Region gesammelt: Die Erlöse der Abbruchpartys werden gespendet. Die Mitglieder unterstützen seit vielen Jahren den Hospizverein Eckernförde. Über „Schule für Afrika“ werden außerdem zwei Mädchen in Tansania gefördert. Zudem stärken die Mitglieder des Round Table Eckernförde in diesem Jahr das nationale Serviceprojekt Kaup: In einer von Round Table gekauften Jugendherberge können Kinder von finanziell nicht so gut gestellten Eltern ihren Urlaub verbringen. Außerdem spenden die Mitglieder Schulranzen, die über die Eckernförder Tafel und die evangelische Kirchengemeinde denen zukommen, deren Familien sie nicht aus eigener Kraft anschaffen können.

Drei Wochen würden die Vorbereitungen für solche Partys minimal dauern, berichtete der Präsident von Round Table Eckernförde, Timo Matthiesen. Und Björn Gallenkamp, Mitglied im Round Table, fügte hinzu: „Die größte Herausforderung ist, es so zu bauen, dass sich niemand verletzen kann.“ Löcher im Boden wurden aufgefüllt und einige Durchbrüche an Wänden vorgenommen, damit die Besucher sich gefahrlos bewegen konnten. Auch einige Relikte aus früheren Zeiten haben sie bei den Arbeiten gefunden. Wie zum Beispiel das Plakat, auf dem Wurst- und Schinkensträuße angeboten werden – für 20 Mark. „Wir versuchen, alte Relikte wieder in Szene zu setzen“, so Gallenkamp.

„Der Fußboden ist genau derselbe, auf dem ich als Kind gestanden habe“, sagte Britta Büll. Die Fleckebyerin hat schon als Kind in der Schlachterei Valentiner Würstchen gekauft. Jetzt war sie bei der Abbruchparty. Schöne Beleuchtung, viele Bekannte getroffen – ihr gefiel es.

Auch Manfred Peters aus Loose kennt die Schlachterei noch von früher. Seine Großtante hat in Fleckeby gewohnt. Wenn sie zu Besuch kam, brachte sie Wurst aus Fleckeby mit. „Es war sehr gute Qualität“, erinnerte sich Peters. Ihm gefiel es auf der Abrissparty: „Die Leute, die herkommen, wollen einfach nur Spaß haben und gemeinsam feiern.“

Von einer tollen Stimmung sprach auch Björn Gallenkamp gestern auf EZ-Nachfrage. „Wir haben wieder erfolgreich bewiesen, dass diese Art von Party den Geschmack der Leute trifft“, meinte er.

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