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Museum : Schlachtengemälde seit 120 Jahren am gleichen Ort

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Bild „Gefecht von Eckernförde“ von Lüder Arenhold ist seit 1894 im Alten Rathaus zu sehen. Heute vor genau 165 Jahren war der Anlass für das Gemälde: der „Tag von Eckernförde“.

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2014 | 06:02 Uhr

Jedes Kind in Eckernförde kennt die Geschichte vom 5. April 1849. Heute vor genau 165 Jahren behauptete sich die waffenmäßig unterlegenen Eckernförder Soldaten gegen zwei dänische Kriegsschiffe. Der Stolz der dänischen Flotte, die Christian VIII, explodierte schließlich sogar.

43 Jahre später malte der ehemalige Offizier Lüder Arenhold das „Gefecht bei Eckernförde“ und schenkte das Bild 1894 der Stadt. Es erhielt einen Ehrenplatz im Sitzungssaal des Rathauses – und hängt bis heute dort. Seit 120 Jahren hat das Bild diesen Raum nur bei Renovierungsarbeiten verlassen. Seit 1987 ist das Museum in dem ehemaligen Rathaus untergebracht und feiert heute sein einziges mit dem Gebäude übernommenes Exponat.

In einem Artikel der Eckernförder Zeitung vom 1. Februar 1894 heißt es: „Der Marinemaler L. Arenhold in Kiel hat der hiesiegen Stadt ein werthvolles Geschenk gemacht, nämlich ein ca. 2 1/2 Meter langes und 1 1/2 Meter hohes Bild, das Gefecht am 5. April 1849 in der hiesigen Föhrde darstellend.“ Und weiter: „Das Bild, mit einem prachtvollen Rahmen versehen, repräsentiert einen Werth von mehreren tausend Mark und hat im Sitzungssaale des Rathhauses seinen Platz gefunden.“

Der Sitzungssaal des ehemaligen Rathauses ist heute Ausstellungsraum des Museums und ganz dem 5. April 1849 gewidmet. In ihm werden Bilder, Objekte, Fundstücke und Modelle ausgestellt. Arenholds Geschenk hat nur die Wand, an der es hängt, gewechselt. Die Qualität

Lüder Arenhold (geboren 1854) beendete seine Marinekarriere 1881 als Kapitänleutnant, um sich der Malerei zu widmen. In Hamburg nahm er Privatunterricht und ließ sich 1887 in Kiel als Marinemaler nieder. Er malte zahlreiche großformatige Bilder mit historischen oder aktuellen Geschehnissen an den schleswig-holsteinischen Küsten. Sein Stil verbesserte sich im Lauf der Zeit, so dass in späteren Bildern keine Gischt mehr trotz starken Windes senkrecht in die Höhe spritzt.

Übrigens gilt er als der erste Kieler-Woche-Sieger: 1882 gewann er die erste internationale Segelregatta auf der Kieler Förde, die als erste Regatta der späteren Kieler Woche gilt.

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