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Bingo im Redderkrog : Schinkels Bingo-Fieber steckt 100 Spieler an

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bingo ist bei den Schinklern ein beliebtes Spiel. Das zeigte sich wieder am Sonnabend. 100 Gäste wollten das große Stück Schinken gewinnen. Eine der Spielerinnen hatte besonders großes Glück.

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2013 | 05:12 Uhr

Seit etwa 15 Jahren veranstaltet der Freundeskreis des 1. FC Schinkel ein paar Mal im Jahr einen Bingoabend. Auch zwischen Weihnachten und Silvester steht diese Veranstaltung fest im Terminkalender. „Man merkt immer, dass die Leute nach den Festtagen noch einmal raus wollen“, sagt Klaus Juschkat. „Dann kommen die meisten. Es ist zwar immer gut besucht, aber heute ist die Krönung.“ Alle Tische im Saal des „Redderkrog“ waren besetzt. Zusammen mit Klaus-Dieter Kelm begrüßte Juschkat viele bekannte, aber auch neue Gesichter.

Konzentriert verfolgten die gut 100 Teilnehmer die Zahlen und hofften auf einen Schinken, Käse-, Wurst- oder Fleischpreis. 26 Zahlen hatte Juschkat aus dem Beutel gezogen, als Alexandra Butler bei der 68 „Bingo“ rief. Damit hatte sie alle Ziffern einer Reihe auf ihrer Spielkarte markiert. Nun galt es, alle Zahlen von zwei Reihen zu erreichen. Und wieder war es die Osdorferin, die dieses Ziel als erste erreichte und sich einen weiteren Preis aussuchen durfte. In der dritten Runde mussten alle 15 Zahlen der Karte mit den gezogenen übereinstimmen. Die 87, und damit die letzte Zahl, die auf Alexandra Butlers Teilnahmecoupon noch fehlte, sollte es jedoch nicht sein. Nun hatte Nadine Runge die Nase vorn. Alle drei Durchgänge hintereinander zu gewinnen, wäre aber auch sehr ungewöhnlich gewesen. „Ich bin zum zweiten Mal dabei und habe großen Spaß“, sagte Alexandra Butler strahlend. „Es ist eine tolle Atmosphäre hier. Die Preise sind super, und das Publikum ist bunt gemischt. Alt und jung kommen zusammen. Beim nächsten Mal bringe ich meinen elfjährigen Sohn auch mit“, denn sie hatte doch bereits eine jüngere Teilnehmerin unter den Mitspielern entdeckt. Jula Wodinski (11) spielt mit ihrer Familie schon lange jeden Sonntag Bingo vor dem Fernseher, und war nun erstmals in Schinkel „live“ dabei. „Wir wollten einen netten Abend zusammen verbringen, und das ist uns gelungen“, betont Julas Mutter Birgit Wodinski lachend. Denn auch für das Essen und Gespräche blieb zwischen den Runden noch ausreichend Zeit.

Die Ruhe beim Spielen wurde nur durch gelegentliches Raunen oder Ausrufe wie „Ah“, „Ja“ oder „Oh“ unterbrochen. Juschkat amüsierte sich über die Äußerungen und merkte an: „Denkt daran: Zu Hause hättet ihr jetzt die Beine hochgelegt, würdet auf dem Sofa sitzen und einschlafen. Hier könnt ihr euch jedenfalls ein bisschen ärgern.“ Susann Richter musste schmunzeln: „An einem Bingoabend haben um mich herum einmal alle gewonnen, nur ich nicht. Da bin ich am nächsten Tag zur Schlachterei Siemsen gefahren und habe mir selber einen Schinken gekauft.“ Vor einem Jahr hatte die Eckernförderin ihrer Mutter den Besuch des Bingoabends zum Geburtstag geschenkt. Seitdem ließ sie keinen Termin aus. „Mich hat das Bingofieber gepackt. Außerdem haben die Schinkeler immer tolle Preise, und die Teilnahme ist nicht so teuer.“ Lediglich 5 Euro kostet eine Spielkarte, die den ganzen Abend gültig ist. „Auch wenn man nichts gewinnt, ist es nicht so schlimm, weil es ja für den guten Zweck ist“, betonte Susann Richter. Der Freundeskreis kauft die Gewinne zwar ein, hat aber bereits etwas über, wenn rund 50 Teilnehmer mitspielen. Der Überschuss kommt der Sportförderung zu Gute. Zu den Bingospielern der ersten Stunde gehört Klara Sell. Dabei sein wäre alles, und deshalb hätte es die 88-jährige Schinkelerin auch nicht gestört, dass sie noch nie etwas gewonnen hat. Doch nun war sie in einer Runde gleich zweimal die erste und einzige, die „Bingo“ rufen konnte.

„Es ist schön, dass alle so zufrieden sind“, freute sich Klaus Kelm. „Wir haben heute sogar Geschenke bekommen, weil wir den Bingoabend machen. Da haben wir gestaunt.“ Am Sonnabend, 1. Februar, um 19 Uhr findet der nächste Bingoabend im „Redderkrog“ statt.

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