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film im zirkuszelt : Schimpansen erobern das Zirkuszelt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Green Screen zeigte an der Letzten Pappel im Zelt vom Zirkus Zapp Zarap die Abenteuer von „Oskar“. Das Leben und Überleben im Urwald und die Nahrungssuche wurden mit eindrucksvollen Bildern dargestellt.

Not macht erfinderisch und in Ermangelung eines Kinos haben die Macher von Green Screen am Donnerstagabend wieder einmal bewiesen, dass sie es auch unkonventionell hinkriegen. Da, wo tagsüber Clowns und junge Akrobaten die Manege des Zirkus Zapp Zarap mit Leben erfüllten, gab es abends auf der Leinwand im Zirkuszelt an der Letzten Pappel die Abenteuer des Schimpansen Oskar und seiner Familie nach einer annähernd waren Begebenheit in bewährter Disney-Manier zu sehen.

Bei der Begrüßung bedankte sich zunächst Martin Krohn, 2. Vorsitzender von Green Screen, bei Helmut Appel vom EMTV, der im Rahmen seines 150- jährigen Jubiläums das Zirkusprojekt an der Letzten Pappel initiiert hatte und den abendlichen Freiraum für Green Screen zur Verfügung stellte.

Gut gefüllt war das Zelt im Halbrund vor der Leinwand, wer auf den Bankreihen keinen Platz mehr bekam, musste sich mit einem Klappstuhl begnügen. Kinder und Jugendliche genossen das Leinwanderlebnis in der Manege liegend so nah, als wären sie mit dabei. Eingeleitet mit dem brandneuen Green Screen Trailer, zeigte der Film den Zuschauen, wie sich Schimpansen im Urwald in Gruppen verhalten. Dies geschah anhand der rührenden Geschichte des Schimpansenjungen „Oskar“, der aufgrund von Revierkämpfen seine Mutter verlor. Kurz vor dem Verhungern wurde er von „Freddy“, dem ranghöchsten Tier der Sippe, persönlich angenommen und integriert sich später in die Gruppe. Leben und Überleben im Urwald, die Nahrungssuche und das Öffnen von Nüssen mittels Werkzeug: All dies wurde mit eindrucksvollen Bildern dargestellt.

„Kein Film für das Festival, aber gute Unterhaltung“, attestiert Green Screen Geschäftsführer Marcus Behrens, der sich an diesem Abend um die Technik kümmerte. Neu und noch nicht erprobt war das Verfahren, den Film direkt über einen Festplatten-Mediaplayer zum Projektor zu streamen. „DVDs und Bluerays haben sich in der Vergangenheit nicht bewährt, zu hoch ist die Ausfallrate bei hochauflösenden Filmen“, erläutert Behrens. Ein kurzer Film-Aussetzer im Verlauf endete jedenfalls nicht im Abbruch, sondern konnte dank der neuen Technik an gleicher Stelle fortgesetzt werden.

„Eine gute Idee, sich daran zu hängen wenn der EMTV etwas macht“, befanden Petra und Kai Gräser. „Eine gelungene Sache, um auf das Festival aufmerksam zu machen“, begrüßte auch Dirk Marten aus Osdorf die Kooperation mit dem EMTV. Er hofft, dass es möglichst bald wieder ein Kino in Eckernförde gibt.

Zufrieden zeigte sich am Ende Vorsitzender Jochen Hillers: Dass die Zuschauer ebenfalls zufrieden waren, maß er daran, dass diese gleich helfend die Stühle mit wegräumten.

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