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Fussball-Verbandsliga : Schikorr trifft in der Nachspielzeit

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Eckernförder SV holt glücklich, aber nicht unverdient, ein Last-Minute-Remis in Schönkirchen durch einen verwandelten Foulelfmeter.

Schönkirchen | Bis in die zweite Minute der Verlängerung sahen die Spieler von Concordia Schönkirchen in ihrem Heimspiel der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost gegen den Eckernförder SV wie die glücklichen Gewinner aus. Doch nach dem Abpfiff waren die Spieler aus dem Ostseebad die gefühlten Sieger. Tim Schikorr hatte per Foulelfmeter noch für das 1:1 (0:1) gesorgt.

Die Gastgeber waren in der erste Hälfte das spielbestimmende Team. „Ich hatte es zunächst gar nicht so richtig bemerkt, doch dann wurde mir klar, dass das auch am Wind lag“, sagt ESV-Coach Stefan Mackeprang. „Wir haben es viel zu oft mit langen Bällen versucht, die nicht zum Mitspieler kamen. Zwar hatten wir auch einige schöne Kombinationen, doch in der Defensive standen wir zu weit vom Gegner entfernt.“

Logische Folge der TSG-Überlegenheit war die Führung zum 1:0. Nach einem verlängerten Eckball kam Richard Lüders an den Ball und drosch diesen aus spitzem Winkel in die Maschen (20.). „Das war ärgerlich“, sagt Mackeprang. „Ich hatte gesehen, dass dieser Abwehrspieler in den ersten Spielen schon zweimal getroffen hatte und entsprechend vor ihm gewarnt.“ Es nützte aber nichts.

Nach dem Seitenwechsel fanden die Eckernförder immer besser ins Spiel und waren nun auch präsenter in den Zweikämpfen. Obwohl der ESV auf den Ausgleich drängte, blieben die Concorden mit ihren Kontern jederzeit gefährlich. Mackeprang: „Zweimal hatten wir großes Glück als zwei Schönkirchener allein auf unser Tor zuliefen, den Ball aber glücklicherweise knapp vorbei schossen.“ Allerdings hatte auch Victor Buchholz eine große Gelegenheit als der ESV-Stürmer frei vor dem Tor knapp verzog (83.). Glück hatte dagegen Fynn Gerlach als er einen Konter der Gastgeber per Foul unterband. Viele der Zuschauer forderten daraufhin Rot, „doch der Schiedsrichter hat Fingerspitzengefühl bewiesen, weil er erkannt hat, dass Fynn den Ball treffen wollte.“ Unmittelbar danach wechselte der ESV-Coach Gerlach aus, um ihn vor einem Platzverweis zu schützen.

Gegen Ende musste der ESV immer mehr auf Risiko gehen. Innenverteidiger Henning Ströh wurde nach vorne beordert, um mit seiner Kopfballstärke für zusätzliche Torgefahr zu sorgen. Die Eckernförder gaben nie auf und wurden in der dritten Minute der Nachspielzeit auch belohnt. Franz Tuchen lief mit dem Ball Richtung Eckfahne als er vom übermotivierten TSG-Schlussmann Malte Möller im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Schikorr nahm das Geschenk an und traf vom Punkt zum 1:1. Unmittelbar danach erfolgte der Abpfiff. „Ich bin nach dem Spiel auch gleich zu den Schönkirchenern gegangen, weil ich genau weiß, wie man sich in so einem Moment fühlt. Hätten wir beim RTSV den Punkt geholt, wäre ich jetzt mit dem Saisonstart zufrieden“, sagt Mackeprang.

Concordia Schönkirchen: Möller – Flemming, M. Neumann, Lüders, Christoph (77. Wittstock) – Dienelt, Kirchner – Blumenthal, Schindler (66. F. Wagner), Nickel – K. Wagner (72. Stelmaszewski).

Eckernförder SV: T. Steingräber – Medler, Ströh, Tuchen, Gerlach (61. Christensen) – Kranz, Jaron Ewert – Smit, Schikorr, Ajdarpasic (61. Moor) – Buchholz (86. Temirgan).

SR: Florian Reck (Eutin) – Z.: 100

Tore: 1:0 Lüders (20.), 1:1 Schikorr (90.+3, FE)

 

 

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erstellt am 18.Aug.2014 | 06:00 Uhr

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