zur Navigation springen

KOMMENTAR : Schiedsrichter: Abpfiff für den Nachwuchs?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2014 | 12:26 Uhr

Die Schiedsrichtergilde pfeift – und zwar aus dem letzten Loch. Die seit Jahren rückläufigen Zahlen haben einen neuen Tiefstand erreicht. Nur noch 25 Anwärter aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde meldeten sich in diesem Jahr, um sich zukünftig von Spielern, Trainern und Zuschauern bepöbeln – oh pardon – kritisieren zu lassen. Nein, der Job des Fußball-Schiedsrichters ist alles andere als einfach und wird offenbar immer unbeliebter. Warum? Ohne Frage sind es nicht nur die bisweilen harten Worte von Außen, die einem jungen Unparteiischen den Spaß an der Pfeife nehmen. Wenn man sich aber das Gebaren einiger Damen und Herren an der Seitenlinie und auf dem Platz anschaut, ertappt man sich selbst bei dem Gedanken, dass man sich das auch nicht antun würde. Allerdings sei an dieser Stelle auch gesagt, dass das Feldherrengehabe einiger Pfeifenmänner bisweilen ein gerechtfertigtes Kopfschütteln auslöst. Hinzu gesellen sich eine Vielzahl von weiteren Gründen. Sei es die mangelnde Unterstützung durch die Vereine, die mäßige Bezahlung oder der fehlende Eigenantrieb.

Die Verbände tun sich offenbar schwer, die Attraktivität nachhaltig zu steigern. Die Zahlen belegen das. Analog zum Rückgang des Schiedsrichternachwuchses dürfte eine andere statistische Größe in Zukunft ansteigen, nämlich die Zahl der Strafen für zu wenig gemeldete Schiedsrichter. Seit dieser Saison gibt es Punktabzüge für die Mannschaften der Vereine, die die geforderten Meldezahlen nicht erfüllen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen