Feuer in Sieseby : Scheunenbrand – Ofen fängt Feuer

Ausgestattet mit Atemschutzgeräten versuchen Feuerwehrmänner, am Brandherd die Glutnester zu löschen, müssen aber nach wenigen Minuten wegen Einsturzgefahr des Zwischenbodens den Raum wieder verlassen.
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Ausgestattet mit Atemschutzgeräten versuchen Feuerwehrmänner, am Brandherd die Glutnester zu löschen, müssen aber nach wenigen Minuten wegen Einsturzgefahr des Zwischenbodens den Raum wieder verlassen.

Ein umgebauter Partyraum im Obergeschoss einer Scheune brennt völlig aus / Sechs Wehren mit 90 Personen sind im Einsatz

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08. Februar 2018, 18:13 Uhr

Ein Scheunenbrand auf einem ehemaligen Gehöft im Außenbereich Archangel sorgte heute Mittag für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei. Im Obergeschoss der ehemaligen Scheune, das der Bewohner zu einem Partyraum umfunktioniert hat, fing ein Ofen Feuer, das sich schnell in Richtung des Giebels auf der Südostseite ausbreitete. Das Obergeschoss der Scheune war nicht mehr zu retten. Personen kamen bei dem Brand nicht zu schaden. Die Kriminalpolizei Eckernförde hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach Darstellung der Polizei gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden.

Der Schreck war dem Bewohner anzusehen, als er mit den Polizeibeamten sprach. Nach Darstellung der Polizei hat der 64-Jährige am Vormittag Feuer im Ofen im Partyraum entzündet, um den Raum für ein abendliches Treffen durchzuwärmen. Um 12 Uhr hat er im Wohnhaus zu Mittag gegessen.

Entdeckt hat das Feuer ein Nachbar in Staunerhütten, der mit dem Trecker auf dem Feld unterwegs war. Er hat dicke Rauchschwaden über der Scheune aufsteigen sehen und sofort seinen Nachbarn angerufen. Als dieser den Partyraum kontrollieren wollte, war bereits alles verraucht, so dass er den Raum gar nicht mehr betreten konnte und den Notruf wählte. „Die Alarmierung ging bei uns um 12.59 Uhr ein“, sagte Uli Erichsen, noch amtierender Wehrführer in Sieseby, dessen potenzieller Nachfolger Jörg Albrecht die Einsatzleitung innehatte.

„Unsere wichtigste Aufgabe ist es, das angrenzende Wohnhaus zu schützen“, erklärte Erichsen. Nachdem die Flammen außen am Giebel und soweit wie möglich im Innern gelöscht waren, machten sich Atemschutzträger im Obergeschoss auf die Suche nach Glutnestern. Nach wenigen Minuten mussten sie aus Sicherheitsgründen den Raum verlassen – der Mittelboden drohte einzustürzen. Feuerwehrleute aus Kappeln-Ellenberg fuhren mit der Drehleiter in die Höhe, um das Dach zu öffnen. Sie entfernten einige Trapezbleche, um von oben löschen zu können. Mit 90 Personen waren die Wehren aus Sieseby, Söby-Holzdorf, Waabs, Damp-Dorotheental, Kappeln-Ellenberg und Olpenitz vor Ort. Aufgrund der Alleinlage war die Wasserversorgung teilweise schwierig. „Da ist es gut, dass wir wasserführende Löschfahrzeuge im Einsatz haben“, so Erichsen. Neun Löschfahrzeuge, eine Drehleiter und ein Rettungswagen waren im Einsatz. Die Arbeiten dauerten bis in die frühen Abendstunden.

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