Reaktionen : Schausteller schätzen die Stadtfeste am Hafen

Liv (6) aus Pinneberg lässt die Drehorgel von Rudolf erklingen.
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Liv (6) aus Pinneberg lässt die Drehorgel von Rudolf erklingen.

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26. Mai 2015, 06:33 Uhr

Eckernförde | Es waren vier lange Tage und Nächte am Hafen, aber für die Schausteller dürfte sich der Aufwand und Einsatz gelohnt haben. Unsere Zeitung hat sich gestern an der Festmeile umgehört.

Urgestein der Schausteller ist Otto Cornelius aus Cuxhaven. Der 57-Jährige, der schon mit 14 Jahren ins Geschäft eingestiegen ist und mit 15 Jahren und einer Sondergenehmigung schwere Zugmaschinen fahren durfte, hat den Besuchern mit seiner fünfköpfigen Familie und weiteren sechs Angestellten beeindruckende Rundblicke über die ganze Stadt verschafft. Die 36 Gondeln des 50 Meter hohen Riesenrads an der Hafenspitze war der Besuchermagnet auf der Festmeile der Aalregatta. Ob es sich für den Familienbetrieb gelohnt hat? „Sonst würden wir ja nicht mehr wiederkommen“, sagt Otto Cornelius schlagfertig – und er wird wiederkommen. Ulrike Dallmann und Hans-Peter Möller von der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH widersprachen nicht. Im Gegenteil: Sie freuen sich über die für beide Seiten fruchtbare Zusammenarbeit seit 17 Jahren. Solange begleitet die Familie Cornelius die Piratentage, bei der Aalregatta waren sie das zweite Mal dabei.

Nebenan zwischen Zuckerwatte und gebrannten Mandeln zeigt sich Jürgen Köster sehr entspannt. „In Ordnung“, sagt er zum Umsatz und zur Resonanz. Zusammen mit seiner Frau, zwei Kindern, einem Enkel und seinem Schwiegersohn betreibt der Neumünsteraner gleich vier Stände am Hafen – Süßwaren, Luftgewehr- und Armbrustschießen und ein Kinderkarussell. Drei Mal im Jahr kommen die Kösters zu den Stadtfesten nach Eckernförde. Zufrieden zeigten sich auch die Verkäuferinnen der Bäckerei Piehl, ebenfalls aus Neumünster und drei Mal im Jahr dabei..

Ganz neu im Geschäft sind die beiden Wahl-Eckernförder Michaela und Christian Lechten. Sie haben am Getränkestand von Matthias Huber neben Bier vor allem Schorlen und selbstgemixten Cocktails verkauft, und zwar sehr ordentlich. Eine gute Basis für ihr festes gastronomisches Engagement an der Hafenspitze: Mitte Juli wollen sie ihre Cocktail- und Tapas-Bar im Apartementhaus eröffnen.

Auf Mobilität setzt hingegen Drehorgelmann Rudolf aus Großsolt bei Flensburg. Der 72-Jährige ist für Kinder eine Attraktion – sie dürfen auch mal selbst die Drehorgel spielen, auf der 120 Lieder erklingen.

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