Piratenspektakel : Schatzsuche ein Fest für die Kinder

Auch Käpt’n Schwarzbart, der Liebling der Kinder, griff ins Geschehen ein, und stellt hier den Commodore zur Rede.
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Auch Käpt’n Schwarzbart, der Liebling der Kinder, griff ins Geschehen ein, und stellt hier den Commodore zur Rede.

Die Kornersfjord-Piraten konnten sich auf ihre jungen Helfer verlassen: Sie buddelten die Schatztruhe nach kurzer Suche am Strand aus. Jeder bekam seinen Anteil.

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06. August 2018, 06:53 Uhr

Eckernförde | Der Kampf um die Schatzkarte stand im Zentrum des diesjährigen Piratenspektakels, das gestern Nacht mit einem Fahnenumzug und einer Laser-Show stimmungsvoll zu Ende ging. Hunderte begeisterte Kinder nahmen das ganze Wochenende aktiv am Geschehen teil und fanden schließlich zusammen mit den Piratenanführern Käpt’n Renate, Käpt’ Sven Rosa Black und Kapitänin Hufeisen Lilly sowie Käpt’n Schwarzbart den Goldschatz der Stadt Eckernförde. Der das gesamte Wochenende in Ketten liegende Bürgermeister und seine Beamten hatten Münzen und Geschmeide in einer großen Schatztruhe am Strand vergraben. Nachdem die Piraten nach mehreren Kämpfen gegen die mit Büchsen und Kanonen bewaffneten Soldaten der Stadtwache die drei Teile der Schatzkarte erbeutet und gelesen hatten, gab es für die jungen, freiwilligen Gehilfen kein Halten mehr. In drei Gruppen ging es mit den Seeräubern in der von vielen Besuchern gesäumten Freiluftarena Strand auf die Suche nach dem Eckernförder Stadtschatz. Die Kinder buddelten so eifrig mit ihren Händen, dass die Seeräuber sie sogar ein wenig bremsen mussten: „Nicht so doll, sonst zieht ihr noch den Stöpsel aus der Ostsee!“, donnerte es über den Strand. Die größten teils verkleideten Kindern kamen dem Ziel immer näher. Um 17.45 Uhr hatten sie die schwere Holzkiste schließlich unter großem Gejohle gefunden und ausgebuddelt. „Das ist der Schatz von Eckernförde!“ , freuten sich auch die großen Piraten. Dann forderten Käpt’n Renate, Sven Rosa Black und Hufeisen Lilly unbedingte Disziplin ein: „Es ist genug für alle da!“ Die Truhe wurde geöffnet, eine Gasse gebildet und jedes Seeräuber-Kind bekam ein Goldstück in die Hand gedrückt. Stolz nahmen die Kinder ihren Beuteanteil entgegen, zeigten ihn ihren Eltern, um dann die Goldverpackung zu entfernen und den Schoko-Taler zu verspeisen.

Das Eckernförder Piratenspektakel war trotz des Kampfgetümmels, Kanonendonners und Pulverdampfs vor allem ein Fest für die Kinder. Sie strömten mit ihren Eltern ins Piratendorf Kornersfjord am Strand neben dem Ostsee Info-Center, spielten, kämpften und fachsimpelten mit den unendlich geduldigen Seeräubern, erlebten dabei so manches Abenteuer und werden noch lange von ihren Erlebnissen zehren.

Für die rund 70 Kornersfjord-Piraten war das Wochenende trotz der Riesenfreude, die allen anzumerken war, auch ein sehr schweißtreibendes. Bei Temperaturen am Freitag und Sonnabend von weit über 30 Grad, den vielen Kämpfen und Aktivitäten im tiefen Strandsand in voller Montur dürfte ein jeder von ihnen einige Kilo verloren haben. Hoffentlich nicht zuviel, denn vor allem die beiden stattlichen Anführer brauchen viel Kraft und Präsenz, um die aufmüpfigen Fischer und Stadtwachen auch weiterhin in Schach halten zu können.

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