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FINALE KOCHDUELL 2017 : Scharfe Ziege im Grünen bringt den Sieg

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In der Siegfried-Werft gewann am Montag Ute Koschinski, Leiterin der Grundschule Osdorf, Felm und Noer, vor Jupp Verhasselt. 30 Gäste erlebten einen vergnüglichen Abend mit anregenden Gerichten.

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2017 | 04:33 Uhr

Eckernförde | „Lauwarme italienische Sommernacht“ gegen „Looping von der Weide“, „Scharfe Ziege im Grünen“ gegen „Heißer Tanz im Glas“ – die Namen der Gerichte ließen einiges erwarten beim Finale des Kochduells 2017, veranstaltet von Meisterkoch Michael Stöcken und der Eckernförder Zeitung. Bereits zum dritten Mal in der achtjährigen Geschichte des Kochduells fand das Finale in der Siegfriedt-Werft statt. Ute Koschinski, Leiterin der Grundschule Osdorf/Felm/Noer, und Jupp Verhasselt, Gastronom in Eckernförde, hatten bei den vier Duellen die höchsten Punktzahlen erreicht und mussten am Montagnachmittag noch einmal in den Ring steigen.

Jupp Verhasselt steht tiefentspannt um 18 Uhr in der Küche der Siegfried-Werft. Von Nervosität oder Hektik keine Spur. Seit zwei Stunden bereiten der 52-Jährige und seine Herausforderin Ute Koschinski (51) ihre Gerichte vor. Verhasselt kocht mit Meisterkoch Michael Stöcken, während die Grundschulleiterin mit Chefköchin Christine Heikendorf ein Team bildet. Koch Oleg Bolinger unterstützt da, wo es Not tut. Verhasselts Rinderrouladen sind fertig gerollt und brutzeln bei 200 Grad im Convektomat. „Ich bin nicht aufgeregt, weil es Spaß macht“, sagt der Gastronom vom „Kuddel“ und „Eichhörnchen“. Für das Finale setzt er wieder auf Hausmannskost. Die 30 Gäste werden von ihm später Rinderroulade mit Rotkohl und Kartoffelplätzchen unter dem Namen „Looping von der Weide“ bekommen. Wie beim ersten Mal stammt das Rezept von Mutter Anna (74). Leicht und mediterran ist das Rezept für die Vorspeise von Ute Koschinski. Die aus Münster stammende Finalistin mag Pumpernickel. Darauf garniert sie Ziegenkäse mit Feigensenf, eingebettet in Babyblattsalat mit Orangenfiletsund Granatapfelapfelkernen. Später wird das Gericht „Scharfe Ziege im Grünen“ vor dem Servieren kurz erhitzt. Auch sie hat Rindfleisch für ihren Hauptgang „Lauwarme italienische Sommernacht“ gewählt. Das Rindfleisch wird sie später mit warmem Tomatensalat anrichten, gewürzt mit Zwiebeln, glatte Petersilie und Kapern. Zwar wirken beide Finalisten ruhig und konzentriert, auf Nachfrage bekennen aber beide, ihre Gerichte zwei Tage zuvor zu Hause zur Probe gekocht zu haben.

Um 18.30 Uhr sind die ersten Gäste im Restaurant, so ganz leicht steigt die Spannung bei Koschinski und Verhasselt. Feurig wird’s in der Küche, als Stöcken mithilfe eines einfachen Bunsenbrenners den Zucker für das Havannaparfait, der Nachspeise von Verhasselt, karamelisiert. Der Name dafür fehlt noch. Schnell ein Brainstorming des gesamten Teams, dann ist auch dieser gefunden „Heißer Tanz im Glas“. Inhaber Oliver Träger frohlockt: „Die das gekocht haben, müssen das auch tanzen.“ Die Stimmung ist steigt.

Bevor es gleich in den Gastraum zum Vorstellen geht, stoßen alle miteinander an. Ute Koschinskis Vorspeise wird den Gästen püntklich um 19.30 Uhr von Oliver Träger gemeinsam mit Uwe Hoeft und Nele Jürgensen vom Service gereicht. „Olli, jetzt hätte ich gern ein Glas Rotwein“, sagt sie und wirkt doch etwas erleichtert. Teamarbeit ist auch gefragt, als die Hauptgänge serviert werden. „Wollen wir von beiden Seiten arbeiten, Christine?“, fragt Stöcken. Jeder bekommt seine Anweisung und weiß, was er tun hat – von Konkurrenz ist nichts zu spüren.

Und so werden beide Hauptgänge auf den Tellern dekorativ angerichtet. Schließlich isst das Auge mit, ein Faktor, der bei der Bewertung wichtig ist. Auf die Qualität der Gerichte angesprochen sagt Meisterkoch Stöcken: „Die Qualität war in diesem Jahr sehr gut. Ich glaube fast, sie steigt von Jahr zu Jahr.“

Die vier Gänge sind serviert. Die Gäste, die aus Eckernförde, Ascheffel, Goosefeld, Hütten, Gettorf, Osdorf und Altenholz kommen, haben auf den Wertungsblöcken ihre Punkte vergeben. Jetzt wird es doch noch ein wenig spannend. Wer ist der Sieger des Kochduells 2017? „Scharfe Ziege im Grünen“ und „Lauwarme italienische Sommernacht“ gewinnen vor „Looping von der Weide“ und „Heißer Tanz im Glas“ – Ute Koschinski siegt mit einem leichten Punktevorsprung. Vorjahressiegerin Sabine Mues, die es sich nicht hat nehmen lassen, am Finale als Gast teilzunehmen, übergibt ihrer Nachfolgerin den Wanderpokal. Damit geht der Pott bereits zum dritten Mal in Folge in den Dänischen Wohld. Sowohl die Gäste als auch die Finalisten, Michael Stöcken und das Team von der Siegfried-Werft sind am Ende des Abends entspannt und gelöst. Im nächsten Jahr gibt es eine Neuauflage, wenn Michael Stöcken und die Eckernförder Zeitung zum neunten Mal zum Kochduell einladen.

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