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Gettorfs Schachspieler ganz kreativ : Schachgemeinschaft Phönix belebt die Vielfalt in Gettorf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2017 | 06:06 Uhr

Wer in Gettorf auf der Süderstraße am Bürgerpark vorbeifährt, dem fällt am Zaun seit kurzem ein großes Schild auf. „Schach im Bürgerpark“, heißt es dort. „Ich werde oft gefragt: Wie? In Gettorf gibt es einen Schachverein? Ja, den gibt es“, sagt Maike Setter von Schachgemeinschaft (SG) Phönix Gettorf. Und das schon seit 1984. Darauf soll das 1,5 Meter breite und 75 Zentimeter hohe Schild aufmerksam machen. Entworfen wurde es von Eike Stender, der Tochter des Vorsitzenden Manfred Stender.

Jeden Mittwoch trainieren die Schachspieler der SG im Schützenheim. Die Jugend von 18 bis 19.30 Uhr, die Erwachsenen ab 19.30 Uhr. „Schach fördert die Konzentration und das taktische Denken, dazu lernt man, mit Niederlagen umzugehen“, zählt Maike Setter einige Vorteile der Sportart auf. Setter engagiert sich seit einem Jahr bei der SG Phönix als Integrationslotsin und kümmert sich um Dinge wie Netzwerkaufbau und Öffentlichkeitsarbeit – wozu auch das neue Schild zählt. Dazu ist sie Ansprechpartnerin für Flüchtlinge. Vom Landessportverband wird das im Rahmen des Projekts „Sport für alle“ gefördert.

Phönix Gettorf macht derzeit als einziger Schachverein in Schleswig-Holstein bei diesem Projekt mit und hat sich auf die Fahne geschrieben, auch jugendliche Migranten für den Sport zu begeistern. Bei vier Flüchtlingskindern ist das bereits gelungen. „Am Schachbrett spielen Alter und Herkunft keine Rolle“, meint Maike Setter. So gebe es unter den 40 Mitgliedern, die ein Altersspektrum von sechs bis Ü80 abdecken, auch drei gehbehinderte Mitglieder. „Bei uns steht immer die Förderung der ganzen Gruppe im Vordergrund“, erklärt Setter. Bürgermeister Jürgen Baasch lobt das Engagement.

„Integration ist für die Gemeinde sehr wichtig und Schach belebt die Vielfalt in Gettorf.“

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