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Gemeinschaft : SCE – mehr als nur ein Dienstleister

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kommissarischer Vorsitzender Heinz Paasch sprach auf dem Neujahrsempfang deutliche Worte gegen Egoismus und für ein engagiertes Clubleben

Der überraschende Rücktritt von Johann-Christoph Alsen als Vorsitzender des Segelclub Eckernförde (SCE) vor knapp zwei Wochen war natürlich Hauptgesprächsthema auf dem Neujahrsempfang des Clubs. Alsen hatte sein Amt aus familiären und persönlichen Gründen nur vier Monate vor der Generalversammlung zur Verfügung gestellt. Doch Neuigkeiten oder gar Hintergründe zum Rücktritt wollte der kommissarische Vorsitzende Heinz Paasch am Sonntag beim Empfang im Clubheim nicht preisgeben. „Darauf möchte ich in diesem Rahmen nicht eingehen, seien Sie aber versichert, dass der Vorstand eine Lösung im Sinne des Clubs finden und das Ergebnis den Mitgliedern zur Kenntnis und Abstimmung geben wird“.

Nach der Begrüßung von Bürgermeister Jörg Sibbel, des Kommodore Klaus Buß, der Ehrenmitglieder sowie der Sponsoren gab Paasch einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr. Er dankte dabei den Verantwortlichen für die professionelle Durchführung nicht nur der seglerischen, sondern auch der geselligen Veranstaltungen. Für das neue Jahr kündigte Paasch notwendige Entscheidungen an, die nicht unerhebliche Investitionen nach sich ziehen. So sei die Versorgungspier, die im Laufe der Jahre abgesackt ist, zu erneuern, aber auch die in die Jahre gekommene EDV des Clubs entspräche nicht mehr dem aktuellen Stand. „Wir müssen uns im Klaren sein, dass Investitionen in diese riesige Clubanlage notwendig sind, um deren Erhalt für die Ausübung unseres Sportes zu gewährleisten.“

Sportliche Aktivitäten wie Regatta- oder Fahrtensegeln (siehe auch Bericht auf Seite 15) stünden im Mittelpunkt, Paasch betonte aber auch, dass dabei die Jugendarbeit nicht zu vergessen sei. „Es ist wichtig, der Jugend eine Basis für gute Ausbildung zum Segelsport zugeben, denn schließlich ist diese langfristig für den Fortbestand des SCE von Bedeutung.“ Des Weiteren verwies er auf zwei deutsche Meisterschaften, die der SCE im ersten und zweiten Halbjahr 2014 vor Eckernförde ausrichtet und damit sowohl jungen, als auch älteren Regattaseglern eine sportliche Basis bildet.

Viel Beifall bekam Paasch zum Schluss von den Anwesenden zu seiner, für die Gemeinschaft wichtige Grundsatzformulierung: „Unser Hobby, unser Club wird getragen vom Gemeinschaftsgedanken, von gegenseitiger Unterstützung und Akzeptanz der anderen, Marinadenken und Egoismus haben hierbei in unserem Club keinen Platz, der Club darf nicht zum Dienstleister verkommen.“

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung ergriff der zurückgetretene Vorsitzende Johann-Christoph Alsen das Wort, um eventuellen Missverständnissen zu seinem Rücktritt vorzubeugen: „Liebe Mitglieder, seid versichert, dass mein Rücktritt entgegen aller Spekulationen nicht mit einem Zerwürfnis innerhalb des Vorstands zu tun hat, sondern ausschließlich privat-familiär begründet ist“. Er bat die Anwesenden ausdrücklich bei allen Gesprächen zu dieser Angelegenheit, seinen genannten Standpunkt nochmals deutlich zu machen. Die Vorstandsarbeit sei für ihn eine Herzensangelegenheit gewesen, die er gerne noch zwei Jahre weiter gemacht hätte, aber aus privaten Gründen, die er nicht näher erläutern wollte, sei ihm dies leider nicht mehr möglich.

 




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erstellt am 14.Jan.2014 | 06:05 Uhr

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