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FRANZÖSISCHE KLÄNGE im Haus : „Savoir vivre“ für die Ohren

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Kieler Band „Hotel du Nord“ trat am Sonnabend im Haus vor ausverkauftem Saal auf. Klänge aus den 30er-Jahren begeisterten das Publikum.

Eckernförde | Am Sonnabend gab es Französisches zu hören: Die vier Musiker von „Hotel du Nord“ aus Kiel traten im vollen Kinosaal im „Haus“ an der Reeperbahn auf. Sie spielten Swing und Jazz manouche („Django’s Gipsy Jazz“), dazu französische Filmmusik wie auch Valse musette. Mit Gitarre, Akkordeon, Bass und Klarinette stiegen sie in den Sound der 30er-Jahre ein, jeder Titel knapp anmoderiert von Stefan Back.

Django Reinhardt stand ganz oben auf der Spielliste, und Titel wie zum Beispiel „Tears“, „Djangology“ oder „Douce ambiance“ fachte die Begeisterung der Zuhörer an. Das ging ab, hatte Rhythmus, überzeugte mit starkem Ausdruck und unerhörten Akkorden. Mit „foot-tapping“ und Fingerschnipsen gab es auch einen Abstecher zu Benny Goodman und seinem „A smooth one“, ganz soft und gefällig zu Kurt Weill und dessen eingängigem „September Song“. Bei Richard Galliano klang selbst Brasilianisches an, und bei Bireli Lagrene waren schon mal ab und zu französische Walzertakte zu hören.

Wenn schon großartig, dann kam hier Akkordeonist Philippe Schröter besonders gut heraus. Es gab viel Zwischenapplaus für ihn, und authentische französische Atmosphäre machte sich breit. Am Bass Fynn Strothmann aus Flensburg; er war für Volker Linde eingesprungen, fügte sich aber so gekonnt ins Gesamtkonzept ein, dass der Wechsel nicht weiter auffiel. Sicherlich kaum zu ersetzen allerdings der Gitarrist Vincent Judith, der mit seinen straffen Rhythmen und geschmeidigen Soli punktete. Stefan Back war jedoch ohne Frage die „Nummer 1“ unter den Könnern. Seine Klarinette brachte den Glanz; der Ausdruck seiner Interpretationen rechtfertigt den Slogan der Gruppe: „Savoir vivre für die Ohren“.

>www.hoteldunord.de

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